9. Mai 2016, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AfD-Programm bedroht Erneuerbare-Energien-Fonds

Nicht ausgeschlossen jedoch ist, dass sie weiteren Zuspruch gewinnen könnte, wenn es den anderen Parteien nicht gelingt, die öffentliche Debatte von Islam und Zuwanderung auf die anderen Politikfelder auszuweiten. Bei diesen bietet das AfD-Programm nicht nur zum EEG einigen, sagen wir: Diskussionsstoff.

Auch könnten andere Parteien AfD-Positionen übernehmen, um Wähler zurückzugewinnen. In dieser Hinsicht haben sich einige ihrer Politiker in den letzten Wochen als ziemlich flexibel erwiesen, auch wenn rückwirkende Änderungen am EEG dabei wahrscheinlich nicht im Vordergrund stehen werden.

Doch auch wenn höchst ungewiss ist, ob das AfD-Programm jemals Bedeutung erlangt: Anbieter und Vertriebe von Erneuerbare-Energien-Beteiligungen müssen reagieren und ihre Prospekte darauf überprüfen, ob sie ausreichend deutliche Hinweise auf das Risiko enthalten, dass die EEG-Vergütung nachträglich reduziert oder gestrichen wird.

G.U.B Analyse Schnell-Check

Ein Schnell-Check von G.U.B. Analyse in Prospekten aktueller Beteiligungsangebote hat ergeben: Das ist nicht immer der Fall. Sie enthalten zwar durchweg einen generellen Hinweis auf mögliche Gesetzesänderungen, bleiben aber teilweise in Hinblick auf Änderungen der EEG-Vergütung allenfalls vage.

Gegebenenfalls muss das separat oder durch einen Prospektnachtrag korrigiert werden. Und zwar unabhängig davon, für wie (un-)wahrscheinlich es aus subjektiver Sicht der Verantwortlichen sein mag, dass das AfD-Vorhaben umgesetzt wird.

Denn objektiv ist das Risiko einer nachträglichen EEG-Änderung mit dem AfD-Parteitag gestiegen: Von „faktisch unmöglich“ zumindest auf „nicht vollkommen ausgeschlossen“.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und beobachtet den Markt der Sachwert-Emissionen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Anna Mutter

Weiter lesen: 1 2 3

2 Kommentare

  1. Sie schreiben, dass der Entwurf ein „verfassungsrechtlich äußerst fragwürdiger Eingriff“ wäre. Auf was stützen Sie Ihre These? Zudem können die Einwände oder Programmideen der AfD ja realitätsnäher sein als Sie es denken, denn bereits viele Architekten weisen seit Jahren schon darauf hin, dass die vorgeschriebenen Gebäudedämmungen für viele Häuser nicht nur überflüssig sondern tatsächlich sogar schädlich und völliger Unsinn sind. Wenn das so ist, warum dann diese Verordnungen nicht auch ersatzlos streichen oder sinnvoll ändern? Wie Sie wissen ist in den Industrieländern der Wachstum nicht mehr grenzenlos. Fast jeder hat ein Auto, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine… etc.. Der Wachstum ergibt sich mehr aus Tausch, eventuell neuen Produkten (3D-Drucker) oder aus Gier bzw. Neid (den man irgendwie antreiben muss). Aber ein wirkliches Wachstum wie nach dem Kriege haben wir nicht mehr. Mit der Industrialisierung, der aktuellen Digitalisierung und späteren Veränderung durch Roboter und weiterführende Technik kann nicht nur der Arbeitsmarkt künftig leiden, sondern die gesamte Wirtschaft und heutige Sozialsicherheit. Da ist der Gedanke erlaubt, dass man durch Gesetzgebungen einfach neue Industriezweige schafft. Wenn alles z. B. gedämmt werden soll u.s.w., kann das auch ein Zeichen dafür sein, dass die Politik auch ganz andere Ziele verfolgt, nämlich zwangsmäßigen Wachstum. So werden Gebäude-Eigentümer in Zange genommen, andere Arbeitsplätze werden geschaffen, z B. für Wärmedämmung, Ing. die irgendwelche Pässe vergeben, aber auch ganze Branchen werden neu geschaffen, wie die Solarbranche. Anleger, die über geschlossene Beteiligungen an bestimmte Märkte partizipieren wollen, wissen überwiegend auch, dass es nicht immer sicher ist und wenn es einem der Bauch sagt. Oft gewinnt die Gier. Jeder weiß, dass Politik und Wirtschaft sich ändert. Und nichts ist mehr garantiert als diese Veränderungen. Seit wann ist Verlass auf Politik? Selbst unsere Eltern und Großeltern mahnen heute noch. Wenn der Vater Staat nur die Förderungen der Solarbranche zurück schraubt, gehen Firmen pleite und Anlegergelder möglicher Weise verloren (siehe auch Windparks, etc.). Somit ist auch berechtigt, ob Kernenergie temporär noch eine Übergangsform ist oder nicht. Was wird denn mehr bedroht, die Anlegergelder oder andere Ressourcen und Vermögen? Ich bin weder Freund der AfD, noch Freund der Kernenergie, aber Ihr Bericht sehe ich fachlich nicht gut recherchiert, ist einseitig nur auf Kapitalanleger bezogen und enthält mehr politischen Populismus, was ebenfalls eine Gefährdung bedeuten kann. In diesem Sinne, immer Augen und Ohren auf und nicht blenden lassen.

    Kommentar von Bert Heidekamp — 10. Mai 2016 @ 20:59

  2. Anti-AFD-Hetze jetzt auch bei Cash-Online? Komisch: Zur jahrelangen Zwangsenteignung deutscher Altersvorsorgesparer, dank EU/Merkel-Pleiteländerrrettungspolitik, habe ich hier noch nichts gelesen. Im übrigen gebe ich der AFD zur verfehlten Energiewende in vielen Punkten recht.

    Kommentar von helmut ostermann — 10. Mai 2016 @ 18:12

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Telefonica und Allianz starten Glasfaserprojekt in Deutschland

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat sich beim Glasfasernetz-Ausbau die Allianz als Partner an Bord geholt. Beide Konzerne sollen jeweils zur Hälfte am Gemeinschaftsprojekt beteiligt sein, teilten sie am Donnerstag in Madrid und München mit.

mehr ...

Immobilien

Seehofer will erschwerte Umwandlung von Mietwohnungen

Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) plant nun doch höhere Hürden für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Das sieht ein neuer Entwurf für das Baulandmobilisierungsgesetz vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Er soll voraussichtlich am kommenden Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden.

mehr ...

Investmentfonds

US-Wahlen: Welche Aktien sollten ins Portfolio?

In knapp einer Woche ist die US-Präsidentenwahl schon vorbei. Aber ob wir dann auch das Ergebnis kennen, steht in den Sternen. Ein Kommentar von Manuel Heyden, CEO von nextmarkets.

mehr ...

Berater

DKM 2020: digital.persönlich.erfolgreich

Der Umzug der DKM 2020 von der Messe Dortmund in die digitale Welt war ein voller Erfolg. Mit über 19.700* Messeteilnehmern verteilt auf 4 Messetage, 157 Ausstellern und mehr als 200 Programmpunkten bei Kongressen, Workshops, Roundtables und Speaker’s Corner hat die 24. Auflage der Leitmesse auch in der digitalen Version die Finanz- und Versicherungsbranche überzeugt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance mit 650-Millionen-Dollar-Closing in San Francisco

Der Asset Manager Deutsche Finance und SHVO Capital haben gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture um die Bayerische Versorgungskammer den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco erworben.

mehr ...

Recht

Kauf bricht nicht Miete: Tipps für den Verkauf einer vermieteten Wohnung

Erst Vermieten, dann Verkaufen: Eine vermietete Wohnung zu verkaufen stellt Eigentümer vor besondere Herausforderungen. Denn das bestehende Mietverhältnis wirkt sich nicht nur auf den Verkaufspreis aus, auch die Käuferzielgruppe ist eine andere als bei einem unvermieteten Objekt. Welche Besonderheiten Eigentümer beim Verkauf einer vermieteten Wohnung beachten müssen, fassen die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler zusammen.

mehr ...