Anzeige
25. Juli 2016, 11:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Drei Jahre KAGB: Gewinnt der “graue” Markt?

Die Zahl neuer Publikums-AIF ist weiterhin dürftig. Stattdessen reüssiert der semi-regulierte Kapitalmarkt. Der Löwer-Kommentar

Loewer012 Ausschnitt-Cash in Drei Jahre KAGB: Gewinnt der graue Markt?

“Regulierung allein ist kein Argument.”

Es ist zum Haare raufen: Auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) am 22. Juli 2013 kommt und kommt die Branche der alternativen Investmentfonds (AIF) nicht wirklich in Fahrt. Nur 13 geschlossene Publikums-AIF sind im ersten Halbjahr 2016 neu auf den Markt gekommen, davon wurde auch noch einer (Deutsche Bank) schon kurz nach dem Start wieder zurückgezogen.

Auf das Jahr hochgerechnet ist die Zahl der voll regulierten Sachwert-Emissionen damit sogar niedriger als 2015 (insgesamt 33 neue AIF). Nicht wenige Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) sind weiterhin oder wieder ohne Produkt. Einige doktern noch immer an der Platzierung von Fonds herum, die sie schon vor mehr als einem Jahr aufgelegt haben. Ein Durchbruch lässt weiter auf sich warten.

Doppelt so viele Vermögensanlagen wie AIF

Weitaus agiler geht es bei Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) zu. In diesem semi-regulierten Segment, das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) offiziell als “grau” bezeichnet wird, kamen in den ersten sechs Monaten 2016 inklusive diverser “Bürgerenergie”-Beteiligungen 28 Prospekte mit Bafin-Billigung neu auf den Markt, also mehr als doppelt so viele wie im voll regulierten Teil.

Davon waren sieben Nachrangdarlehen und vier Direktinvestitionen, also Anlageformen, die erst mit dem Kleinanlegerschutzgesetz ab Juli 2015 prospektpflichtig wurden. Hinzu kommt die steigende Zahl von Crowdinvesting-Emissionen, die seitdem ebenfalls unter das VermAnlG fallen, aber von der gesetzlichen Prospektpflicht befreit sind.

Nun hat auch dieses Marktsegment durchaus seine Berechtigung und bei weitem nicht alle Angebote sind so halbseiden, wie es das Etikett “grau” vielleicht suggeriert (was auch die Bafin selbst vor einiger Zeit klargestellt hat). Auch hat der Vertrieb die gleichen Vorschriften zu beachten wie bei den voll regulierten Fonds. Und doch ist das Erstarken des “grauen” Markts auch ein Armutszeugnis für die AIF-Branche.

Seite zwei: Gründe schwer auszumachen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeder zweite Versicherer Opfer von Cyber-Kriminalität

Die Fälle von Cybercrime in der Versicherungsbranche häufen sich. Mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) war in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer von Cybercrime.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Euroshop bleibt dank Zukauf und Niedrigzinsen auf Wachstumskurs

Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor Deutsche Euroshop AG bleibt dank eines Zukaufs in Tschechien und gesunkener Finanzierungskosten auf Wachstumskurs. Das Konzernergebnis ging allerdings leicht zurück.

mehr ...

Investmentfonds

Raum für eine staatliche Kryptowährung?

Schweden plant, im nächsten und übernächsten Jahr die e-krona einzuführen. Darüber, ob man eine von der Zentralbank initiierte Kryptowährung braucht, sprachen Kerstin af Jochnick von der schwedischen Zentralbank und Professor Sandner von der Frankfurt School of Finance. Die ersten Eindrücke vom Faros Institutional Investors Forum.

mehr ...

Berater

Mitarbeiterpotenzial voll ausschöpfen

Unternehmen bleiben profitabel, solange sie ein erfolgreiches Vertriebsmanagement mit engagierten Mitarbeitern besitzen. Schätzungen zufolge geben Firmen daher pro Jahr 1.000 Euro pro Arbeitnehmer im Rahmen von Schulungsmaßnahmen aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter machen Fortschritte

Die Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften des Container-Anbieters P&R haben sich den direkten Zugriff auf die Anteile an der nicht insolventen Schweizer P&R-Gesellschaft gesichert, über die alle Einnahmen laufen. Der Unternehmensgründer hat nichts mehr zu sagen.

mehr ...

Recht

Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

mehr ...