3. Juni 2016, 10:52
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Flugzeugfonds: Noch Luft nach oben

Die Anbieter von Beteiligungsangeboten, die in Großraumflugzeuge investieren, tun sich noch schwer mit dem Absatz ihrer Produkte. Speziell Großvertriebe und Banken sind offenbar noch immer sehr zurückhaltend, was Publikums-AIFs betrifft.

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Noch vor ein paar Jahren konnten die ersten A380-Fonds in Rekordtempo ausplatziert werden.

Es ist eine Krux mit dem A380: Seit Jahren schon ringt Airbus um neue Bestellungen für das weltgrößte Passagierflugzeug – häufig aber ohne Erfolg. Und gelingt es dann doch einmal, neue Aufträge an Land zu ziehen, werden bereits fixe Aufträge wieder storniert.

So war es jedenfalls im April: Zwar konnte der europäische Flugzeugbauer zwei Neubestellungen von Emirates für seinen Riesenflieger hereinholen, verlor aber fast zeitgleich zwei Bestellungen der französischen Fluglinie Air Austral. Jetzt plant das Airbus-Management sogar, die Produktion von 27 Maschinen pro Jahr auf 20 zurückzufahren.

Absatzprobleme mit Großraumfliegern hat aber nicht nur Airbus. Auch die Anbieter von Beteiligungsangeboten, die in dieses Flugzeugsegment investieren, tun sich schwer mit ihren Produkten. Die aktuellen AIFs sind allesamt bereits seit Herbst 2014 in der Platzierung, der Vertrieb verläuft eher schleppend.

Hannover Leasing musste Platzierungsgarantie ziehen

So musste der Flight Invest 51 von Hannover Leasing, der in einen langfristig an Emirates verleasten A380 investiert, kürzlich sogar die Platzierungsgarantie ziehen – bis Mitte April konnten lediglich 35 Prozent des Eigenkapitals platziert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass das prospektgemäß benötigte Eigenkapital in Höhe von 109 Millionen US-Dollar auch tatsächlich aufgebracht wird.

Dabei ist es nur ein paar Jahre her, dass die ersten A380-Fonds in Rekordtempo ausplatziert werden konnten. So wurde im Jahr 2008 das Eigenkapital des Doric Flugzeugfonds 3 in Höhe von 100 Millionen US-Dollar innerhalb weniger Stunden eingesammelt, um nur ein Beispiel zu nennen. Anleger, die zu lange mit der Zeichnung zögerten, waren chancenlos. Doch diese Zeiten sind fürs erste vorbei.

Seite zwei: Engpässe auf der Vertriebsseite

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