6. April 2016, 08:12
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Schiffsfonds: Warten auf die Vorreiter

Die von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise arg gebeutelte Assetklasse Schiffe ist aus dem Blickfeld der Investoren gefahren, nachdem in den vergangenen Jahren viele Projekte gescheitert sind. Noch in diesem Jahr soll allerdings der erste KAGB-konforme Schiffsfonds auf den Markt kommen.

Schiffsfonds

Ob der Markt für Schiffsfonds tatsächlich wieder in Schwung kommt, wird auch davon abhängen, ob die ersten Beteiligungsangebote gemäß KAGB gute Ergebnisse erzielen können.

Auf dem letztjährigen “Hansa-Forum” zum Thema Schiffsfinanzierung in Hamburg wollte keiner der anwesenden Asset Manager ausschließen, dass der Markt für Schiffsfonds wiederbelebt werden kann.

Nach Einschätzung von David Landgrebe (HCI Capital) wird es im Retail-Segment aber noch zwei bis drei Jahre dauern, bis eine nennenswerte Anzahl neuer Produkte aufgelegt wird. Man arbeite darauf hin, den Retail-Markt in kleinen Schritten zu revitalisieren.

Gutes Geld mit Schiffen verdient

Auch Bert Mahnke (König & Cie.) zeigte sich überzeugt, dass in Deutschland in Zukunft Eigenkapital für Schiffe zur Verfügung stehen wird. Zumal es nicht wenige Anleger gibt, die bis heute gutes Geld mit Schiffen verdienen: Beispielsweise wurden im vergangenen Jahr für 13 von 21 noch aktiven Schiffsfonds der Norddeutschen Vermögen Auszahlungen in Höhe von 48 Millionen Euro an die von der Deutschen Schiffahrts-Treuhand (DST) betreuten Gesellschafter geleistet. Dies entspricht nach Angaben der DST mehr als 13 Prozent des Kommanditkapitals der jeweiligen Beteiligungsgesellschaften.

Die höchsten Auszahlungen in Höhe von 23 Prozent wurden demnach für die Schiffsbeteiligung MS “Northern Glory” (4.850 TEU, Baujahr: 2000) geleistet. “Diese sehr erfreuliche Nachricht zeigt, dass es im sehr oft pauschal kritisierten Bereich der Schiffsfonds durchaus noch Gesellschaften gibt, bei denen die Investoren nach wie vor erfreuliche Renditen erzielen und daher eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Fonds und Emittenten geboten ist”, ließ die DST verlautbaren. Und hat damit durchaus recht.

Seite zwei: Kaufinteressenten zur Stelle

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