3. September 2018, 09:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

80 Fragen wegen P&R – was bringt das?

Weitaus präziser und unter der Überschrift „Rolle der Finanzaufsicht im Rahmen der Insolvenz von P&R“ nur auf diesen Fall bezogen sind die 25 Fragen der Grünen. Sie beziehen sich in erster Linie auf die Tätigkeit der BaFin in Zusammenhang mit der Prüfung und Billigung der P&R-Prospekte ab 2017, also seit der gesetzlichen Prospektpflicht für diese Art von Vermögensanlagen.

Doch auch in diesem Fall sind nicht allzu viele erhellende Antworten, die über Allgemeinplätze zu dem gesetzlichen Auftrag der BaFin hinausgehen, zu erwarten.

So wiederholt die Anfrage zum großen Teil bereits bekannte Vorwürfe. Dazu zählt, warum die BaFin Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsabwicklung mit der P&R Equipment & Finance Corp. in der Schweiz, eine Einschränkung der Wirtschaftsprüfertestate für die P&R AG sowie eine Warnung der Stiftung Warentest im Juni 2017 bei der Prospektbilligung nicht berücksichtigt beziehungsweise keine Konsequenzen daraus gezogen hat.

Mehr ein Nachkarten

Nun ist es sicherlich Aufgabe der Opposition, den Finger in die Wunde zu legen. Doch die Grünen-Anfrage hat zum großen Teil weniger den Charakter eines echten Auskunftsersuchens, sondern ist mehr ein Nachkarten.

Einige Punkte jedoch können für das Segment der Vermögensanlagen durchaus von Interesse sein. Dazu zählt, warum die BaFin die P&R-Prospekte gebilligt hat, obwohl darin bestimmte Angaben fehlten, die nach Auffassung der Grünen erforderlich gewesen wären.

Dabei geht es unter anderem um das Alter der angebotenen (Gebraucht-) Container sowie Informationen zu aktuellen und historischen Marktpreisen. Das sind durchaus berechtigte Fragen, die nach bisheriger Rechtslage aber nicht von der BaFin zu entscheiden sind.

Seite 3: Bisher keine inhaltliche BaFin-Prüfung

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Fusion der Provinzial-Versicherungen rückt näher

Die Fusion der Versicherer Provinzial Rheinland und Nordwest steht kurz vor dem Abschluss. Die Anteilseigner hätten sich auf eine Bewertung der Unternehmen und ein Fusionskonzept geeinigt, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Schritt soll rückwirkend zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden.

mehr ...

Immobilien

Aareal Bank übertrifft trotz Gewinnrückgang die Prognosen

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat 2019 auch wegen der Trennung von faulen Krediten in Italien wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht. Das Betriebsergebnis sank um 22 Prozent auf 248 Millionen Euro, wie das im MDax gelistete Geldhaus am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen allerdings seine bereits gedämpfte Prognose und die Erwartungen von Analysten.

mehr ...

Investmentfonds

Wann Chinas Wirtschaft zur Normalität zurückkehrt

Angesichts von über 80.000 Infektionen und rund 2.700 gemeldeten Todesfällen, die auf den Corona-Virus COVID-19 in mittlerweile mehr als 30 Ländern weltweit zurückzuführen sind, wächst die Angst vieler Menschen vor einer Ansteckung und den wirtschaftlichen Folgen.

mehr ...

Berater

DSGVO – weitere Bußgelder in Millionenhöhe?

Seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 werden Datenschutzverstöße immer häufiger geahndet. Auch von der Verhängung von Bußgeldern berichten die Medien in den letzten Monaten immer wieder. Häufig handelt es sich dabei um Forderungen gegen große Konzerne wie Facebook und Google. Gilt das auch für weniger bekannte und weniger große Firmen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB: Erneuter Exit-Rekord mit Cloud-Software

Der Private-Equity-Dachfonds RWB International II hat mit der Veräußerung der Anteile an dem US-Software-Unternehmen Anaplan durch einen Zielfonds einen Rückfluss von über 13 Millionen US-Dollar erzielt. Das eingesetzte Kapital wurde dabei mindestens verzehnfacht.

mehr ...

Recht

Berlins Bürgermeister für 75-Prozent-Steuer auf Gewinn bei Bodenspekulation

Bodenspekulanten in Deutschland sollen nach Meinung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) drei Viertel ihres Gewinns an den Staat abführen müssen. Müller schloss sich am Montag der Forderung von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nach einer sogenannten Bodenwertzuwachssteuer an.

mehr ...