22. Januar 2018, 09:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Eine kleine Korrektur

In der letzten Woche habe ich mich zu den steuerlichen Vorteilen einer Investment-AG ein kleines Stückchen zu weit aus dem Fenster gelehnt. Denn der Gesetzgeber hat sich wieder einmal eine Regelung einfallen lassen, die die Sache unnötig verkompliziert. Der Löwer-Kommentar

 in Eine kleine Korrektur

“Auch bei einer Investment-AG können, wenn auch nur in geringer Höhe, Steuerzahlungen des Anlegers anfallen, obwohl er keine Dividende erhalten hat.”

Es ging in der vergangenen Woche um den ersten alternativen Investmentfonds (AIF) für Privatanleger in der Rechtsform einer Investment-Aktiengesellschaft (AG), den die Bremer HTB aufgelegt hat.

Hervorgehoben habe ich unter anderem, dass die AG aus Anlegersicht steuerlich deutlich einfacher zu handhaben und mit weniger Risiken behaftet ist als die sonst übliche Investment-Kommanditgesellschaft (KG).

Unter anderem drohe dem Aktionär – anders als bei einer KG-Beteiligung – nicht, dass er Steuern zahlen muss, obwohl er keine Ausschüttung erhalten hat. Bei einer AG werde auf Anlegerebene stets nur die Dividende besteuert (sowie Veräußerungsgewinne).

Das stimmt nicht ganz

Nach genauerer Lektüre des HTB-Prospektes stellt sich heraus: Das stimmt das nicht ganz. Denn auch bei einer Investment-AG können, wenn auch nur in geringer Höhe, Steuerzahlungen des Anlegers anfallen, obwohl er keine Ausschüttung (Dividende) erhalten hat.

Das liegt an einer Regelung in dem neuen Investmentsteuergesetz, das ab Anfang 2018 auf die Investment-AG Anwendung findet (nicht aber auf Personengesellschaften wie etwa eine KG). Demnach können für den Anleger auch ohne Dividende Steuern auf eine „Vorabpauschale“ fällig werden.

Seite 2: Komplizierte Berechnung

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...

Immobilien

9 Urteile zum Thema Haus, Garten und Co.

Über die langen Monate des Winters konnten es Garten- und Balkonfreunde kaum erwarten, dass sie wieder ihren Lieblingsort betreten können. Sie vermissten das Leben im Freien beziehungsweise – im Falle des Balkons oder der Loggia – fast im Freien. Nun ist das witterungsbedingt wieder möglich, aber damit häufen sich auch entsprechende Streitfälle.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienrückkäufe im Höhenflug

Immer mehr Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück. 2018 war für die so genannten Share Buybacks ein Rekordjahr, doch vieles spricht für neue Höchstmarken in diesem Jahr. Ein Gastbeitrag von Benjardin Gärtner, Union Investment

mehr ...

Berater

Rente mit 67: Für viele Deutsche steigt das Armutsrisiko

Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt. Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken. Warum die Politik jetzt handeln muss.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Eines der besten Quartale unserer Unternehmenshistorie”

Solvium Capital hat die Vermögensanlage Wechselkoffer Euro Select 5 vorzeitig geschlossen und auch das Angebot Wechselkoffer Euro Select 6 steht kurz vor Schließung. Das Nachfolgeangebot und ein weiteres Konzept sollen in den nächsten Wochen folgen.

mehr ...

Recht

Rente unter Palmen – das müssen Sie wissen

Immer mehr Ruheständler entscheiden sich dafür, ihren Lebensabend jenseits der deutschen Grenzen zu genießen. Was zu beachten ist, damit man im Ruhestandsparadies auch auf die Rente aus Deutschland zugreifen kann.

mehr ...