Fondsbörsen-Chef platzt erneut der Kragen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG warnt erneut mit markigen Worten vor Aufkäufern, die Anteile an geschlossenen Fonds mit fragwürdigen Rundschreiben weit unter Marktwert erwerben möchten. Anlass ist ein weiterer aktueller Fall.

Alex Gadeberg, Vorstand Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse: „Hier gehen Insider auf Dummenfang.“

Seit letzter Woche sei der HGA Mitteleuropa III Ziel eines solchen Lockangebotes, teilt die Fondsbörse mit. Demnach werde der Kauf für 125 Prozent des Nominalwerts angeboten, der letzte Börsenhandel habe aber für 159 Prozent stattgefunden.

Der Mitteilung zufolge gibt es laut Geschäftsbericht des Treuhänders HGA und auch auf Nachfrage der Fondsbörse keinerlei Anlass oder ersichtlichen Grund, der einen Abschlag von 30 Prozent gegenüber dem letzten Handelskurs rechtfertigen würde.

„Mehr als nur unseriös“

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, poltert: „Auch wenn es gegen solche Lockangebote noch keine gesetzliche Handhabe gibt, wird hier deutlich eine rote Linie überschritten: Derartige ‚Angebote’ sind in unseren Augen mehr als nur unseriös. Hier gehen Insider auf Dummenfang und lassen eine ganze Anlageklasse in einem schlechten Licht dastehen.“

Neben dem Blick auf seine Handelsplattform empfiehlt Zweitmarkt-Chef Gadeberg den Anlegern: „Seien Sie misstrauisch gegenüber Ankauf-Offerten, prüfen Sie Angebote sorgfältig und sprechen Sie mit dem Fonds- Treuhänder, bevor Sie irgendwelche Schritte unternehmen“. (sl)

Foto: Fondsbörse

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