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8. Mai 2018, 17:00
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Publity: Theater wegen Wandelanleihen

Der Asset Manager Publity AG aus Leipzig hat Zoff mit Anlegern ihrer Wandelanleihen. Diese behaupten, die Dividende an die Aktionäre in 2017 sei vertragswidrig zu hoch gewesen. Nun will Publity den Zinssatz verdoppeln, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

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Sitz von Publity in Leipzig

Publity habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Gläubigern der Wandelanleihe 2015/2020 vorzuschlagen, den Umtausch ihrer Schuldverschreibungen in Erwerbsrechte auf eine neue Anleihe mit erhöhter Verzinsung bei ansonsten im Wesentlichen gleichbleibenden Konditionen zu beschließen, teilt das Unternehmen mit.

Der Vorschlag erfolge vor dem Hintergrund, dass einige Anleihegläubiger im Hinblick auf die in 2017 erfolgte Dividendenausschüttung die Auffassung vertreten, diese sei unter Verstoß gegen eine Negativverpflichtung in den Anleihebedingungen erfolgt. Danach ist die Gesellschaft verpflichtet, an ihre Aktionäre keine Dividenden auszuschütten, die über 50 Prozent des jeweiligen Jahresüberschusses nach HGB hinausgehen.

Kündigungen einiger Anleihegläubiger

Einige Anleihegläubiger hätten daraufhin eine Kündigung der von ihnen gehaltenen Schuldverschreibungen erklärt. “Die Gesellschaft vertritt die Auffassung, dass diese Kündigungen unberechtigt sind, möchte aber gleichwohl rechtliche Streitigkeiten vermeiden”, heißt es in der Mitteilung. Der Vorschlag zum Umtausch der Anleihe verfolge den Zweck, “die gegenwärtige Situation im wohlverstandenen Interesse aller Anleihegläubiger sowie der Gesellschaft nachhaltig zu befrieden, um für alle Beteiligten insbesondere Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen”.

Im Rahmen des Umtauschs sollen die Anleihegläubiger das Recht erhalten, neue Anleihen mit dem gleichen Nominalbetrag, unverändertem Wandlungspreis, einer unveränderten Laufzeit bis zum 17. November 2020 und einer jährlichen Verzinsung von 7,0 Prozent pro Jahr (für die ersten sechs Monate der Laufzeit zeitanteilig) ohne weitere Gegenleistungen zu beziehen. Die Wandelschuldverschreibungen haben ein Volumen von 50 Millionen Euro und wurden laut Publity an institutionelle Investoren verkauft. Der bisherige Zinssatz beläuft sich auf 3,5 Prozent pro Jahr.

Den jüngsten Publikumsfonds (AIF) hat Publity Ende 2017 nach zweijähriger Vertriebsphase mit einem Emissionsvolumen von 30,3 Millionen Euro geschlossen. Ein Nachfolger wurde bislang nicht aufgelegt. (sl)

Foto: Publity

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