23. Juli 2018, 08:40
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Vermögensanlagen: So geht es nach dem P&R-Schock weiter

Die Pleite des Container-Marktführers P&R und die EEG-Reform haben dem Segment der Vermögensanlagen-Emissionen zugesetzt. Doch die verbleibenden Anbieter bleiben erstaunlich gelassen. Der Löwer-Kommentar

Loewer-003-Cash-Format in Vermögensanlagen: So geht es nach dem P&R-Schock weiter

“Erfahrungsgemäß werden Verfehlungen und Fehlleistungen einzelner auch anderen Unternehmen der gleichen Branche angelastet, selbst wenn sie damit überhaupt nichts zu tun haben.”

Cash. hat für die neueste Ausgabe einmal mehr die aktuelle Entwicklung im Segment der Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) unter die Lupe genommen. Demnach gibt es weiterhin fast doppelt so viele Neu-Emissionen von Vermögensanlagen wie von alternativen Investmentfonds (AIFs).

So kamen im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 23 neue Vermögensanlagenprospekte auf den Markt, lediglich zwölf Publikums-AIFs erblickten in diesem Zeitraum das Licht der Welt.

Allerdings: Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der VermAnlG-Emissionen spürbar zurückgegangen: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 sank ihre Anzahl um fast 40 Prozent.

P&R ist nicht der Grund

Wesentlicher Grund dafür sind jedoch nicht etwa die Erschütterungen durch die P&R-Pleite, sondern in erster Linie die nach der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) deutlich verschlechterte Situation für neue Projekte in diesem Bereich.

Die Erneuerbaren Energien machen bei Vermögensanlagen einen nicht unbeträchtlichen Teil der Emissionen aus, sind jedoch meistens „Bürgerenergieprojekte“, überwiegend Windparks, die für den überregionalen Vertrieb keine Rolle spielen. Aber jedes Projekt benötigt einen von der BaFin gebilligten Prospekt und zählt in der Statistik mit.

So haben im ersten Halbjahr 2018 lediglich vier solche Emissionen im Bundesanzeiger den Beginn ihres „öffentlichen“ Angebots inseriert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 15 Bürgerprojekte gewesen. Die EEG-Novelle erklärt damit den wesentlichen Teil des Rückgangs an Emissionen.

Seite 2: Container-Anbieter vergleichsweise gelassen

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