Anzeige
Anzeige
8. März 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AMB Generali mit Umsatzplus

Die zur italienischen Generali Versicherungsgruppe gehörende AMB Generali, Aachen, hat im Geschäftsjahr 2005 einen deutlichen Gewinnsprung von 211 auf 314 Millionen Euro verzeichnet. Entscheidende Faktoren für den deutlichen Ertragsschub waren nach Unternehmensaussage vor allem ein überdurchschnittliches Beitragswachstum in der Lebens- und Krankenversicherung sowie ein gutes Kapitalanlageergebnis.

Mit einem Wachstum der Gesamtbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um 6,2 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro lag der Konzern deutlich über dem Branchenzuwachs, der 3,5 Prozent betrug. Dabei erwies sich die Personenversicherung als Wachstumsmotor.

In der Lebensversicherung stiegen die Gesamtbeiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts um neun Prozent auf 8.23 Milliarden Euro.Aufgrund der Vorzieheffekte im Zuge des Alterseinkünftegesetzes war das Leben-Neugeschäft in 2005 nach dem Rekordjahr 2004 erwartungsgemäß rückläufig. Die Branche verbuchte bei den laufenden Beiträgen Einbußen um minus 49,7 Prozent. Die AMB Generali Gruppe stellte sich besser: Sie verzeichnete Rückgänge um lediglich 30,1 Prozent. Einschließlich der Einmalbeiträge ging das Leben-Neugeschäft 2005 nur um 15,2 (Branche: minus 23,7) Prozent zurück.

Auch in der Krankenversicherung verzeichnete der Konzern mit einem Anstieg der Bruttobeiträge um fünf Prozent einen Zuwachs über dem Marktniveau (3,7 Prozent). Trotz der gesundheitspolitischen Diskussion um die Zukunft der Krankenversicherung stieg die Zahl der Vollversicherten in 2005 um 2,3 Prozent auf über 405.000 Personen an. Der Absatz von Zusatzversicherungsprodukten legte um vier Prozent auf rund 1,6 Millionen Versicherte zu. Darin enthalten sind knapp 120.000 Policen, die 2005 im Rahmen der Kooperation mit der Techniker Krankenkasse verkauft wurden.

In der Schaden- und Unfallversicherung konzentriert sich die AMB Generali Gruppe weiter auf das ertragreiche Privatkunden- und Gewerbegeschäft. Nach Beitragsrückgängen in den Vorjahren entwickelten sich die Kompositversicherer der Gruppe 2005 erstmals wieder auf Marktniveau. Die Prämien im selbst abgeschlossenen Geschäft gingen analog zur Branchenentwicklung lediglich um 0,5 Prozent auf 2,9 Millionen Euro zurück. Die verdienten Beiträge stiegen (netto) in 2005 um 2,4 Prozent auf 2,8 Millionen Euro. In der Kfz-Versicherung gewannen die Sachversicherer der Gruppe per saldo rund 30.000 Neukunden hinzu.

Über alle Sparten konnten die Gesamtbeiträge der AMB Generali Gruppe im Geschäftsjahr 2005 auf 12,81 (Vorjahr: 12,07) Milliarden Euro gesteigert werden. Gemäß IFRS, dass heißt ohne Sparanteile der Fondsgebundenen Versicherungen und der ?Riester-Verträge?, betrugen die gebuchten Bruttobeiträge der AMB Generali Gruppe 11,46 (Vorjahr: 10,93) Milliarden Euro. Durch Erhöhung des Selbstbehalts von Versicherungsgeschäft verblieben im Konzern verdiente Beiträge für eigene Rechnung von insgesamt 11,05 (Vorjahr: 10,48) Milliarden Euro.

Einen Umsatzsprung verzeichnetet die Versicherungsgruppe beim Absatz von Riester-Policen: Seit Produkteinführung haben die Lebensversicherer der AMB Generali Gruppe über eine Million ?Riester-Policen? verkauft, davon allein im Jahr 2005 rund 223.000 (Vorjahr: 99.000) Verträge mit einem eingelösten Neuzugang in laufenden Beiträgen von 77,7 Millionen Euro. Im Wachstumsfeld der betrieblichen Altersversorgung (bAV) verbuchte die AMB Generali Gruppe 2005 ein eingelöstes Neugeschäft in laufenden Beiträgen von insgesamt 184 Millionen Euro sowie in Einmalbeiträge von 110 Millionen Euro. Die AMB Generali Pensionskasse schloss im Berichtszeitraum über 45.000 Neuverträge mit laufenden Beiträgen von rund 64 Millionen Euro ab.

Einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der AMB Generali Gruppe hatte nach Aussagen der AMB Generali die Deutsche Vermögensberatung AG mit ihren über 32.000 Vermögensberatern. Das von der Deutschen Vermögensberatung für die AMB Generali Gruppe vermittelte Prämienvolumen übersteigt inzwischen 3,6 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2006 rechnet die AMB Generali mit einem erneuten Gewinnzuwachs nach Steuern auf mindestens 340 Millionen Euro.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...