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10. April 2006, 00:00
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IW-Modell zur Riester-Förderung

Wer sich mit Blick auf den Ruhestand eine Immobilie kauft, soll künftig auch Riester-Förderung erhalten – doch ist die Ausgestaltung noch nicht geklärt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln, hat ein Modell erarbeitet, mit dem sichergestellt werden kann, dass Wohneigentum als Altersvorsorge steuerlich genauso behandelt wird wie andere Riester-Produkte. Nach dem Konzept des Institutes sollen Immobilienkäufer schon während ihres Arbeitslebens anhand des neu entwickelten Entnahmetarifs besteuert werden. Dieser Tarif ist so berechnet, dass Haus- oder Wohnungskäufer im Rahmen der Riester-Förderung ebenso stark steuerlich belastet werden, wie dies ansonsten bei einer Auszahlung der Mittel im Rentenalter zu erwarten wäre. Auf diese Weise garantiert das IW-Modell, dass der Fiskus alle Riester-Produkte gleich behandelt. Zudem können Familien ihre Steuerzahlungen sehr leicht berechnen. Beispielsweise muss ein Ehepaar mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro, welches 30.000 Euro aus seinem Riester-geförderten Altersvorsorgekapital für den Kauf von Wohneigentum entnimmt, hierauf 24,1 Prozent Steuern zahlen – also 7.230 Euro. Die restlichen 22.770 Euro werden für den Immobilienerwerb verwendet. Darüber hinaus lässt sich mit dem Modell des IW auch die kontinuierliche Tilgung eines Hypotheken-Darlehens in die Riester-Förderung integrieren.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte zuvor ein eigenes Konzept zur Integration selbst genutzten Wohneigentums in die Riester-Förderung vorgestellt. Nach dem ?Entnahmemodell 60plus? soll es möglich sein, das gesamte kumulierte Kapital statt wie bislang nur 30 Prozent ab dem 60. Lebensjahr auch bei bereits abgeschlossenen Verträgen zur Schlusstilgung von Hypotheken zu verwenden. Das Modell des GDV vermeide eine Privilegierung der Immobilienförderung und eine rückwirkende Änderung der staatlichen Zuschüsse bei der Vererbung oder dem Verkauf des Wohneigentums.

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