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7. November 2008, 00:00
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Ergo mit kräftigen Gewinneinbußen

Das operative Ergebnis der Düsseldorfer Ergo Versicherungsgruppe fiel in den ersten drei Quartalen um 31,6 Prozent auf 601 Millionen Euro, nach Steuern brach das Konzernergebnis sogar um 57,1 Prozent auf 300 Millionen Euro ein. Das bereits auf 320 bis 380 Millionen Euro nach unten korrigierte Gewinnziel für 2008 wurde nun endgültig kassiert.

Vorjahreseffekt und Finanzkrise ausschlaggebend

Der Versicherer rechtfertigt die negative Entwicklung mit überdurchschnittlichen Ergebnissen in den Vorjahren und den Turbulenzen an den Finanzmärkten im laufenden Geschäftsjahr. Zudem sei der dritte Quartalswert 2007 durch den positiven Steuereffekt aus der Unternehmensteuerreform 2008 in Höhe von 120 Millionen Euro verzerrt worden.

Die gesamten Beitragseinnahmen legten seit Jahresbeginn über alle Sparten hinweg um 2,7 Prozent auf 13,1 (12,8) Milliarden Euro zu, teilt Ergo mit. Ein Wachstumstreiber sei vor allem das internationale Geschäft gewesen, dort erzielte der Konzern ein deutliches Plus in Höhe von 12,9 Prozent. Im Inland stagnierten die Gesamtbeiträge mit 10,06 (10,07) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

Kapitalanlageergebnis binnen Jahresfrist halbiert

Wie im schwierigen Umfeld der Finanzkrise zu erwarten, fiel das Kapitalanlageergebnis mit 2,0 (4,5) Milliarden Euro deutlich geringer (minus 55,7 Prozent) aus als im Vorjahr . Die Summe aus Veräußerungsgewinnen und -verlusten sowie Zu- und Abschreibungen liegt den Unternehmensangaben zufolge in den ersten neun Monaten bei minus 1,15 Milliarden Euro, im entsprechenden Vorjahreszeitraum wurde sei noch ein Plus von 1,07 Milliarden Euro verbucht worden, so die Ergo-Mitteilung.

“Angesichts der aktuellen Kapitalmarktsituation” sieht sich die Konzernführung derzeit außerstande, “valide Aussagen zum Jahresergebnis zu treffen.” (hb)

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