Map-Report: Kein akutes Pleiterisiko bei Kfz-Versicherern

Der Branchendienst Map-Report, Artlenburg, hat die Ertragskraft von 78 Autoversicherern analysiert: Nur noch für eine Minderheit ist das Geschäft profitabel, die Prämien sinken jedoch weiter.

Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre haben lediglich noch 32 Gesellschaften Geld mit dem Versicherungsgeschäft verdient, so die Studie. Die versicherungstechnischen Verluste summieren sich auf 19,5 Milliarden Euro in diesem Zeitraum. Trotzdem haben die Autoversicherer ihre Beiträge für die zehn von Map-Report durchgerechneten Testmodelle im Schnitt um knapp elf Prozent gesenkt.

Die Unternehmen, die mit dem Versicherungsgeschäft kein Geld mehr verdienen, sind gezwungen, sich ihren Ausgleich am Kapitalmarkt zu holen. Bislang habe das noch gut funktioniert. Wenn aber der Ausgleich über die Finanzerträge ausbleibt und heftige, großflächige und schlecht rückversicherte Unwetterschäden eintreten, könnte die erste Pleite eines deutschen Autoversicherers ?aus dem Nebel der Unvorstellbarkeit auftauchen?, heißt es in der Studie weiter.

Im Rating des Branchendienstes konnten Huk-Coburg, DEVK, WGV, Öffentliche Braunschweig, Badischer GVV, HDI Privat, VGH, Europa, Oldenburgische Landesbrandkasse, Debeka und Bruderhilfe wiederholt das höchste Rating für langfristig hervorragende Leistungen erreichen. (hi)

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