Studie: Krankensparte pusht Maklerabsatz

Der Absatz im Privat- und Firmenkundengeschäft der Makler legt deutlich zu. Vor allem private Krankenversicherungsprodukte werden verstärkt nachgefragt. Warum das so ist und welche Produkte die Kunden außerdem wünschen, zeigt das aktuelle Makler-Absatzbarometer.

Absatz klettern KuchenIm Privatkundengeschäft hat der Studie des Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics zufolge besonders die Nachfrage in der Sparte Kranken zugelegt – vor allem die private Vollkrankenversicherung. Aber auch private Krankenzusatzversicherungen befänden sich im Aufwind.

Den Grund hierfür sieht Markus Schöne, Leiter der Gesundheitsmarktforschung der You Gov Psychonomics, in der durch die Debatte Gesundheitsreformen ausgelösten Verunsicherung: „Die drohende Prämienerhöhung und erste Erfahrungen mit Zusatzbeiträgen verursachen bei freiwillig Versicherten einen neuen Nachfrageschub für eine private Absicherung.“

Zulegen konnte auch die Sparte Finanzen, deren Produkte mehr angefragt wurden als noch zur Jahresmitte. Die Aufsteiger seien hier Kapitalanlagen, Beteiligungsfonds und Garantiefonds. Rentenversicherungsprodukte erlebten dagegen eine Flaute, deren Absatzentwicklung sei leicht rückläufig. Im Sachbereich wurden im dritten Quartal häufiger private Haftpflicht- und Gebäudeversicherungen angefragt.

Insgesamt hat sich der vierteljährlich erhobene Makler-Absatzindex für das Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um volle 20 Indexpunkte verbessert und kletterte von 14 (im zweiten Quartal 2010) auf 22. Im Firmenkundengeschäft legte der Indexwert ebenfalls deutlich zu und lag im dritten Quartal 2010 bei 27 Indexpunkten. Im Vorjahr rangierte der entsprechende Wert 14 Indexpunkte niedriger. Damit erreichte der Makler-Absatzindex in beiden Geschäftsbereichen den besten Wert seit zwei Jahren.

Dementsprechend positiv fällt auch das Resümee der mehr als 200 befragten hauptberuflichen Versicherungs- und Finanzmakler aus großen und kleineren Maklerbüros aus. Jeder Zweite gibt an, dass Geschäfts habe sich im Vergleich zum Vorquartal positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr attestiert sogar mehr als jeder Zweite eine Verbesserung. (ks)

Foto: Shutterstock

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