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3. August 2011, 11:02
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Ergo tritt Flucht nach vorne an

Der zuletzt in die Schusslinie geratene Versicherer Ergo hat ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das die Beratungsqualität erhöhen und die Compliance stärken sollen. So sollen ein Verhaltenskodex für die selbständigen Vertreter und ein Bewertungstool eingeführt werden.

Oletzky-127x150 in Ergo tritt Flucht nach vorne an

Torsten Oletzky, Ergo

Neben der Sicherstellung der Beratungsqualität zielen weitere Maßnahmen auf mehr Transparenz der Produktunterlagen und Dokumentation ab. Damit reagiere man auf öffentliche Kritik am Unternehmen. Der Ergo-Vorstandsvorsitzende Torsten Oletzky kommentiert: “Ohne Zweifel: Es sind in der Vergangenheit Fehler passiert. Das ist ärgerlich und auch schmerzhaft. Vor allem, weil wir einen neuen Weg eingeschlagen haben und Ergo heute schon ein anderes Unternehmen ist.”

Im Einzelnen sehen die Maßnahmen vor: Die Interessenvertretung der selbstständigen Vertreter und das Management von Ergo haben gemeinsam einen Verhaltenskodex erarbeitet. Damit verpflichten sich die Vertreter, klare Regeln im Umgang von Unternehmen, Vertriebspartnern und Kunden einzuhalten. Der Kodex formuliert eigenen Angaben zufolge den Anspruch an eine qualitativ hochwertige Beratung und integres Verhalten. Der Kodex soll verbindlicher Bestandteil der Vertreterverträge werden.

Zudem wird der Versicherer die Produktinformationsblätter und produktbezogenen Marketingunterlagen anpassen. Künftig will Ergo nicht nur die spezifischen Vorteile der Produkte erläutern, sondern verstärkt auch auf eventuelle Nachteile hinweisen, die sich aus dem jeweiligen Produkt ergeben könnten.

Auch die Beratungsdokumentation soll verbessert werden. Insbesondere soll auch der Verzicht auf diese Dokumentation durch den Kunden vom Vermittler ausdrücklich vermerkt und erläutert werden. Die Qualität der Beratungsdokumentation werde darüber hinaus regelmäßig überprüft. Das Vertrauen in die Beratungsqualität ihrer Vermittler will der Versicherer damit dokumentieren, dass das Rücktrittsrecht der Kunden von zwei auf vier Wochen ausgedehnt wird.

Seite 2: Qualitätschecks über Testkäufe Externer

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5 Kommentare

  1. ERGO sollte die HMI abschaffen , und alle Vertreter in die Wüste jagen.
    ERGO sollte sich mit ECHTEN unabhängigen Finanz-und Versicherungsmakler mit Maklereid beschäftigen. Aber dazu fehlt ERGO der Mut. Weil die ERGO dann keinen Druck mehr ausüben kann

    Kommentar von Horst Noll — 5. August 2011 @ 10:53

  2. Super das die ERGO jetzt über Sachen nachdenkt die seit dem 22. Mai 2007 Gesetz sind, wie Beratungsdokumentation und Verzicht auf diese Dokumentation.

    Kommentar von Diamond01 — 4. August 2011 @ 06:54

  3. Dumm gelaufen.

    Ergo hat sich einen neuen Namen verpasst um HMI und Hamburg Mannheimer verschwinden lassen zu können (Image)
    Nun ist der neue Name ebenso negativ ausgerichtet wie der alte….

    Kommentar von Lars — 3. August 2011 @ 20:06

  4. Die Kurve für den neuen Ergo Weg hat die ERV Reiserücktrittsversicherung, eine Ergo Tochter noch nicht eingeschlagen. Sie versichert zwar, aber leistet im Schadensfall nicht. Kundenfreundliches Verhalten sieht anders aus.
    Ergo–> Finger weg von der ERV!

    Kommentar von 08hacki — 3. August 2011 @ 12:35

  5. Also vor allem der Teil der besseren Beratung ist sehr interessant zu lesen.

    Das bedeutet kurz gesagt: neue Verträge für die Vertreter.
    Verzicht auf die Beratungsdokumentation wird nicht gleich vorausgesetzt.

    Sehr nett die Idee, dass die Vertreter und deren Beratung bewerten werden darf. Und mit diesen Ergebnissen auch gearbeitet wird, endlich.

    Allerdings geht eines nicht: Wie sollte ein Mystery Shopping bei HMI Vertreter stattfinden?

    Kommentar von magigstar — 3. August 2011 @ 12:25

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