Schweizer können Versicherungen am Kiosk kaufen

Die Kioskbetreiberin Valora startet in der Schweiz den Policen-Verkauf über den Ladentresen. Kooperationspartner ist die Zurich-Versicherung.

valora kioskvertriebAm 20. Januar führt Valora an rund 300 Standorten des Formats „K Kiosk“ die ersten Produkte unter dem Namen „Zurich to go“ ein. Das Angebot umfasst zu Beginn eine Hochzeits- und eine Shoppingversicherung sowie eine Rechtsberatung.

Die Hochzeitsversicherung soll Annullierungs- und Verschiebungskosten des künftigen Ehepaares abdecken. Mit der Shopping-Versicherung seien etwa Online-Einkäufe gegen Beschädigung versichert, teilt Valora mit. Die neuen Produkte werden in den Verkaufsstellen am dafür vorgesehenen Dienstleistungsmodul „@ K Kiosk“ präsentiert.

Die Palette an Versicherungs- und Beratungsdienstleistungen soll im Laufe des Jahres auf 600 Standorte ausgedehnt und erweitert werden. Bislang umfasste das Angebot hauptsächlich die traditionellen Kiosk-Produkte wie Lotto, Lose und Telefonkarten. In den kommenden Wochen sollen die Bereiche Reisen und Finanzdienstleistungen dazukommen.

In Deutschland sind vergleichbare Vertriebsmodelle inzwischen höchst umstritten, da die Vermittlerbranche sich dagegen auflehnt. Seit Jahren gibt es Debatten und Rechtsstreitigkeiten um Zusatzgeschäfte von branchenfremden Anbietern mit Versicherungsabschlüssen. Policen, die an der Discounter-Kasse oder beim Kaffeeröster angeboten werden, sind Verbänden, die auf qualifizierte Versicherungsvermittlung pochen, ein Dorn im Auge. Erst gestern gab der Einzelhändler Tchibo seinen Rückzug aus dem Geschäftsfeld bekannt. (hb)

Foto: Valora

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