Uniqa verkauft deutsche Tochter Mannheimer

Der österreichische Versicherungskonzern Uniqa will seine deutsche Tochter Mannheimer verkaufen. Als Grund wird die Neuausrichtung der Uniqa-Gruppe genannt. Käufer soll der Versicherungsbund Continentale sein.

Gebäude Mannheimer Versicherung
Gebäude Mannheimer Versicherung

Demnach wird die Continentale, vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen, die rund 92 Prozent die Uniqa an der börsennotierten Mannheimer hält, übernehmen, teilt Uniqa mit. Die restlichen Anteile befinden sich in Streubesitz.

Eine grundsätzliche Vereinbarung über den Verkauf sei getroffen worden. Über den Kaufpreis wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart, heißt es weiter.

Den bevorstehenden Verkauf der Mannheimer begründet der in Wien ansässige Versicherer mit der Mitte 2011 erfolgten Neuausrichtung. Uniqa sieht eigenen Angaben zufolge für die Zukunft die größten Wachstumspotenziale insbesondere in den Märkten Ost- und Südosteuropa. Mittelfristig gehe man davon aus, dass die Volkswirtschaften dieser Regionen deutlich stärker wachsen werden als die in Westeuropa.

Uniqa hatte die Mehrheit an der Mannheimer im Jahr 2004 im Rahmen einer Kapitalerhöhung erworben, um ihr vorhandenes Investment, eine Beteiligung von 20 Prozent an der Gesellschaft, abzusichern.

Die Mannheimer Gruppe besteht aktuell aus der Obergesellschaft Mannheimer AG Holding und drei operativen Versicherungstöchtern – der Mannheimer Versicherung AG (Sachversicherung), der Mannheimer Krankenversicherung AG und der Mamax Lebensversicherung AG. (ks)

Foto: Mannheimer

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