Volkswohl Bund bietet ab sofort Unisex-Rente

14 Monate vor der verpflichtenden Umstellung auf geschlechtsunabhängige Versicherungsprämien hat die Volkswohl Bund Lebensversicherung eine Unisex-Rente vorgestellt.

Unisex Mann FrauDas ab sofort verfügbare Produkt mit dem Namen „Rente Plus Unisex“ sieht gleiche Beiträge und gleiche Renten für Männer und Frauen vor. Man sei damit der erste Lebensversicherer in Deutschland, der über ein entsprechendes Angebot in der privaten Rentenversicherung verfüge, so der Volkswohl Bund.

Zu den Produktschwerpunkten gehören eine erhöhte Altersrente im Pflegefall sowie eine Beitragsbefreiung bei unfallbedingter Pflegebedürftigkeit in der Ansparzeit, so der Versicherer. Eine Gesundheitsprüfung sei nicht erforderlich. Das Produkt steht den Vertriebspartnern als Privat-Rente und als Direktversicherung zur Verfügung.

„Es macht wenig Sinn, bis Ende 2012 auf Unisex-Tarife zu warten“, sagt Christian Schröder, Abteilungsleiter Produktmanagement Leben beim Volkswohl Bund.

„Immerhin gibt es in diesem Jahr noch den höheren Garantiezins von 2,25 Prozent. Außerdem steigt im nächsten Jahr das Mindestrentenalter von 60 auf 62 Jahre. Mit der ‚Rente Plus Unisex’ können Vermittler schon jetzt zukunftsorientiert beraten, Wettbewerbsvorteile nutzen und ihre Kunden mit handfesten Argumenten von den Vorteilen einer privaten Altersvorsorge überzeugen“, begründet Schröder die Einführung.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am 1. März 2011 entschieden, dass Unisex-Tarife für alle neuen Versicherungsverträge ab dem 21. Dezember 2012 verpflichtend einzuführen sind (AZ: C-236/09). Der EuGH bezog sich dabei auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004. In der Versicherungswirtschaft ist das Urteil auf große Kritik gestoßen, da es die Vertragsfreiheit einschränkt. (lk)

Foto: Shutterstock

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