Anzeige
11. Mai 2012, 11:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

2. PKV-Treff: „Leistung wieder im Vordergrund“

„Die Stärken der PKV besser sichtbar machen“ lautete das Motto des 2. PKV-Treffs, der am 9. Mai 2012 in Berlin stattfand. Rund 280 Versicherungsmakler und Mehrfachagenten sowie 14 Fachreferenten trafen sich zum intensiven Erfahrungsaustausch.

Bis zu 300 Experten fanden sich beim 2. PKV-Treff ein

Die Fachexperten folgten zum zweiten Mal der Einladung von Gastgeber Edgar Ziegner, Organisationsdirektor des Versicherungsmaklerbetreuungscenter (VMC) des Deutschen Ring Krankenversicherungsvereins. In seiner Begrüßung kam Ziegner direkt auf die anhaltende Auseinandersetzung zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu sprechen. So beklagte der VMC-Chef, dass das Jahr 2012 von Angriffen auf die PKV geprägt gewesen sei, die zum Teil unterhalb der „Gürtellinie“ erfolgten. Ziegner spielte mit seinen Äußerungen auf Medienberichte an, wonach vermeintlich stark gestiegene PKV-Beiträge eine regelrechte „Flucht aus der PKV“ auslösten. Diese Darstellung entbehre jeglicher Grundlage, so der VMC-Chef, schließlich biete die PKV sowohl bessere Leistungen, als auch geringere Beitragssteigerungen als die GKV.

Bis zu 300 Experten fanden sich beim 2. PKV-Treff ein

Dr. Marc-Pierre Möll

Unterstützung erhielt Ziegner vom ersten Gastreferenten Dr. Marc-Pierre Möll. Der Politik-Experte vom PKV-Verband fand scharfe Worte für die PKV-kritische Berichterstattung: Die Debatte sei „verlogen“ und „desaströs“. Möll verwies unter anderem auf den Wechsel-Saldo zwischen den Systemen, den die PKV auch im vergangenen Jahr mit einem Netto-Zugang von mehr als 76.000 Versicherten klar für sich entschieden hätte. Zudem betonte Möll, dass laut unabhängiger Experten vom Analysehaus Morgen & Morgen 45 Prozent der PKV-Tarife überhaupt keine Beitragssteigerungen für 2012 aufwiesen. Darüber hinaus liegen die Erhöhungen in der PKV mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 3,3 Prozent auf dem Niveau der GKV, die 3,1 Prozent erreicht. Dieses Ergebnis basiert laut Möll auf einer Analyse, die die Deutsche Aktuarvereinigung seit 1997 regelmäßig durchführt.

Kritische Worte für die Bürgerversicherung

An die Adresse der Befürworter einer Bürgerversicherung sagte Möll, dass die Diskussion um die Einheitskasse zu engstirnig geführt werde. So werde vielfach verdrängt, dass die Bürgerversicherung das Demografieproblem verschärfen würde und das Prinzip der Generationengerechtigkeit verletze, da die Beitragssätze laut führender Wissenschaftler im Jahr 2050 auf 25 bis 30 Prozent steigen werden.

Das Modell der Bürgerversicherung von Bündnis 90/Die Grünen sei zudem ein Angriff auf die Mietverhältnisse in Deutschland, da auch Mieteinnahmen in die Finanzierung einbezogen werden sollen, so Möll. Dies werde zu steigenden Mieten führen. Verlierer der grünen Reform sei vor allem die Ärzteschaft, die nach den Modellrechnungen mit einem Verlust von 3,6 Milliarden Euro im Jahr zu rechnen hätte, sollte die PKV abgeschafft werden. Da allerdings Ausgleichsregelungen an die Ärzte wahrscheinlich wären, sei eine prognostizierte Senkung des Beitragssatzes um 0,35 Prozentpunkte hinfällig, erklärte der PKV-Mann.

Seite 2: „PKV muss sich durch Leistung abheben“

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Generali: Dialog übernimmt auch das Sachgeschäft

Die Generali will sich im Maklermarkt neu aufstellen. Die Marke Generali arbeite künftig exklusiv mit dem langjährigen Vertriebspartner DVAG zusammen, die Cosmos Direkt sei weiterhin im Direkt- und Digital-Vertrieb tätig und die Dialog konzentriere sich auf den Maklermarkt, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: IVD fordert Eigentumsförderung

Die Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen befinden sich derzeit auf der Zielgeraden, doch besonders bei der Wohnungspolitik bestehen noch Meinungsverschiedenheiten. Darunter könnte auch die im Wahlkampf versprochene Eigentumsförderung leiden.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: “Es kriselt überall in Europa”

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des Ifo-Instituts warnte davor, dass sich die europäische Währungsunion in eine Transferunion verwandelt. Sinn war als Gastredner auf der 30. Feri-Tagung in Frankfurt eingeladen. Eines der Schwerpunktthemen der Veranstaltung war die Zukunft der Währungsunion.

mehr ...

Berater

DSGV-Präsident Fahrenschon tritt zurück

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, legt sein Amt im Einvernehmen zum 24. November 2017 nieder. Das teilt der DSGV mit. Die Amtsgeschäfte werden demnach übergangsweise vom Ersten Vizepräsidenten und Geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern übernommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marenave: Neuer Aufsichtsrat feuert den Vorstand

Der neu formierte Aufsichtsrat der Marenave Schiffahrts AG hat die Bestellung des bisherigen Alleinvorstands Ole Daus-Petersen mit sofortiger Wirkung widerrufen.

mehr ...

Recht

BGH: Riester-Verträge mit staatlicher Förderung nicht pfändbar

Verträge für die Riester-Rente sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht pfändbar, wenn sie staatlich gefördert wurden. Entscheidend sei, dass die Ansprüche nicht übertragbar sind, begründete der für Insolvenzrecht zuständige IX. Senat in Karlsruhe einen entsprechenden Beschluss.

mehr ...