Anzeige
Anzeige
6. Juni 2012, 17:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Alte Leipziger leistet sich höhere Aktienquote

Der Lebens- und Krankenversicherer Alte Leipziger-Hallesche plant, seinen Aktienbestand von fünf auf zehn Prozent zu verdoppeln. Mit Verweis auf eine Eigenkapitalbasis von 516 Millionen Euro erklärte Vorstandschef Dr. Walter Botermann: „Wir können uns die Erhöhung der Aktienquote trotz Solvency II leisten.“

Dr. Walter Botermann

Dr. Walter Botermann

Der Versicherer aus Oberursel teilte im Rahmen der Bilanzpräsentation 2011 mit, dass man Ende vergangenen Jahres erstmals wieder Aktien ins Anlageportfolio aufgenommen hatte. Deren Anteil liege derzeit, genau wie der Immobilienbestand, bei rund fünf Prozent und sei ausschließlich in Deutschland investiert, so Botermann. Für die nächsten Jahre sei eine Erhöhung der Wertpapierquote auf zehn Prozent geplant, auch der Immobilienanteil soll künftig weiter ansteigen, ergänzte der Vorstandschef.

Mit der Entscheidung, etwas mehr Risiko zu wagen, trägt der Versicherer der Niedrigzinsphase Rechnung, die zunehmend auf die Ertragsaussichten der Versicherten drückt. So gab sich Botermann besorgt, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in diesem Jahr erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik unterhalb des Inflationsniveaus lag.

Im Gegensatz zu Staatsanleihen erfordern Aktien eine Eigenkapitalunterlegung durch den Versicherer: Die ab 2014 geltende Eigenkapitalrichtlinie Solvency II sieht vor, dass Investments in Aktien mit 40 Prozent Eigenkapital unterfüttert werden sollen. Hier sei die Alte Leipziger-Hallesche allerdings gut aufgestellt, erklärte Botermann. So habe man die Eigenmittelbasis kontinuierlich ausbauen können: Zwischen 2007 und 2011 legte der Eigenkapitalbestand von 346 Millionen Euro auf 516 Millionen Euro zu (plus 49 Prozent).

Auch im Bruttobeitragsgeschäft 2011 konnte der Versicherer zulegen. Bei der Alte Leipziger Leben lag das Plus bei sieben Prozent, der Krankenversicherer Hallesche erzielte einen Zuwachs von fünf Prozent (siehe Grafik).

Der Kapitalanlagenbestand des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2011 auf rund 18,5 Milliarden Euro (2010: 17,8 Milliarden Euro). Laut Konzernangaben ist der Bestand zu 98 Prozent in Deutschland angelegt. (lk)

Dr. Walter Botermann

Foto und Grafik: Alte Leipziger

Anzeige

1 Kommentar

  1. Die “Alte Leipziger” will ebenfalls ins Aktiengeschäft UND in Immobilien in Deutschland

    Kommentar von wolf — 6. Juni 2012 @ 19:32

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...