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16. August 2012, 13:45
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Berufsunfähigkeit: Schutz vorm freien Fall

Berufsunfähigkeit (BU) ist ein existenzbedrohendes Risiko für alle Arbeitnehmer. Immer mehr Deutsche haben dies erkannt: Der Absatz von BU-Versicherungen ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Vor allem Menschen mit risikoarmen Berufen können auf günstigere Prämien hoffen.

Berufsunfähigkeit: Markus Willmes, Axa

Markus Willmes, Leiter Produktmanagement Vorsorge Axa

Text: Lorenz Klein

Vor rund zwanzig Jahren gab der Soziologe Professor Ulrich Beck dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ein Interview, in dem er Folgendes sagte: „Wir Soziologen wissen, dass sich die Menschen über den Beruf definieren. Wenn Sie jemanden auf einer Party fragen, wer er sei, antwortet er automatisch mit der Nennung seines Berufes.“

Obwohl die Arbeitswelt seit Erscheinen des Interviews zahllose Umwälzungen erlebt hat, werden wohl auch Party-Muffel zustimmen, dass sich an der Erkenntnis der Soziologen bis heute wenig geändert hat.

Man muss auch kein Anhänger der marxistischen These „Der Mensch definiert sich über seine Arbeit“ sein, um zugeben zu müssen, dass der Beruf die zentrale Lebensgrundlage der Menschen darstellt – nicht nur aufgrund finanzieller Erwägungen.

Der Arbeitsplatz birgt vor allem die Chance auf Selbstzufriedenheit, Selbstverwirklichung und soziale Kontakte. Kurzum: Wer seinen Beruf nicht ausüben kann, verliert Geld und meist auch viel von seiner Lebensqualität.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann vor dem letztgenannten zwar nur bedingt schützen, aber zumindest den finanziellen Absturz verhindern. Denn die staatliche Erwerbsminderungsrente deckt nur die nötigsten Bedürfnisse: Die monatliche Rente bei voller Erwerbsminderung in Westdeutschland liegt im Durchschnitt bei knapp 1.000 Euro. Anspruch auf die volle Rente haben aber nur jene Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung weniger als drei Stunden täglich arbeiten können.

Wer im gleichen Zeitraum zwischen drei und maximal sechs Stunden tätig sein kann, muss mit der halben Erwerbsminderungsrente zurechtkommen. Laut der Deutschen Rentenversicherung wurden im Jahr 2010 allerdings rund 42 Prozent der Anträge auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt.

Immer mehr Deutsche wollen es gar nicht erst soweit kommen lassen – zu diesem Schluss kommt eine im Juni veröffentlichte Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Die Deutschen verstärken offensichtlich ihren Schutz vor drohender Berufsunfähigkeit“, teilt der Verband mit.

Seite zwei: Wettbewerb um „gute“ Risiken

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1 Kommentar

  1. Beitrag ist insgesamt interessant und aktuell!

    Kommentar von Gertsen — 17. August 2012 @ 10:07

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