29. November 2012, 12:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Betriebliche Krankenversicherung: Anspruchsvoller Zukunftsmarkt

Es stellt sich dann immer die Frage, welche Leistungslücken der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) durch den Arbeitgeber ergänzt oder geschlossen werden sollen.

Dies kann und sollte individuell mit der jeweiligen Firma besprochen werden. Je nach Gesellschaft sind die Beiträge in Beitragsgruppen oder in altersgerechten Beiträgen kalkuliert.

Es kann aber auch sein, dass sich die Beiträge über die gesamte Laufzeit der Betriebszugehörigkeit nicht verändern. Die Kalkulation erfolgt fast ausschließ­lich nach dem Sachleistungsprinzip, also ohne Alterungsrückstellungen.

Ein wichtiger Punkt ist eine mög­licherweise geforderte Mindestanzahl an Personen, die eine betriebliche Krankenversicherung erst möglich machen.

In den meisten Fällen liegt das Minimum bei zehn Personen, allerdings kann aber je nach Unternehmen und Tarif im Einzelfall auch deutlich davon abgewichen werden.

Was aber, wenn die Mitarbeiter bestehende Krankhei­ten haben oder angeratene Behandlungen im Raum stehen? Gelten dann dieselben Annahmerichtli­nien?

Dies kann auf unterschiedliche Arten geregelt sein, und von einem Leis­tungsausschluss bis hin zur normalen Annahme reichen. Gleiches gilt möglicherweise auch für die Fami­lien­angehörigen der Mitarbeiter.

Im Idealfall gelten für Familienmitglieder gleiche Beiträge bei gleicher Leistung. Gerade hier kann das Bedarfsfeld der sozialen Verantwortung für die Firma eine große Rolle spielen.

Natürlich kommt es immer wieder vor, dass vereinzelte Mitarbeiter bereits eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen haben. Hier muss individuell geprüft werden, in wieweit die bestehen­den Zusatztarife eine weitere Absicherung im gleichen Leistungsbereich zulassen. Dies sollte zwingend im Vorfeld geklärt werden.

Optimierung des Personalmanagements

Der eigentliche Erfolg im Bereich der „Optimierung des Personalmanagements“ durch die betriebli­che Krankenversicherung  wird sich jedoch erst nach einigen Jahren einstellen, dann aber mit der notwendigen Nachhaltigkeit.

Die Implementierung der „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ (BGF) und des „Betrieblichen Gesundheits­managements“ (BGM) in den Unternehmen sind weitere wichtige Erfolgfaktoren.

Für den Makler bedeutet ein Implementierungsprojekt die Chance einer langfristigen Geschäftsbeziehung mit einer kalkulierbaren und nachhaltigen Einnahmequelle.

Betriebliche Krankenversicherung ist Spezialistenprodukt

Als Fazit wird man feststellen müssen, dass die betriebliche Krankenversicherung eher ein Pro­dukt für Spezialisten ist, da die Komplexität hier doch deutlich über das Maß der sonstigen Vermitt­lung von Krankenversicherungen hinausgeht.

Da sich das Themenfeld der privaten Krankenvollversicherung zunehmend öffentlicher Kritik ausge­setzt sieht, bietet die betriebliche Krankenversicherung eine valide Alternative.

Andreas Trautner, KV-Experte, Trainer der Deutsche Makler Akademie GmbH.

Zu diesem Themenfeld bietet die Deutsche Makler Akademie ein Tages­seminar an. Termine zu diesem Semi­narangebot finden Sie direkt auf der Seite der Deutsche Makler Akademie.

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

2 Kommentare

  1. Für den Berater dürfte die Umsetzung allerdings sehr aufwendig sein, da für jedes Unternehmen individuelle Konzepte/Projekte entwickelt und begleitet werden müssen.

    Kommentar von Natalie Lennert — 30. November 2012 @ 14:01

  2. Die betriebliche Krankenversicherung ist im Grunde nichts anderes als eine arbeitgeberfinanzierte private Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse. Insbesondere für Arbeitgeber ergeben sich hierdurch Vorteile durch die Einsparung von Lohnnebenkosten bei Einrichtung eines Gruppenvertrages zu einer betrieblichen Krankenversicherung.

    Kommentar von Thomas Ludolph Privamed24 — 30. November 2012 @ 11:48

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Plug & Play: Die führende Plattform für Makler, Mehrfachagenten und Banken

Mode, Essen, Musik, Filme, Reisen und sogar Medikamente – mittlerweile gibt es nahezu alles im Internet zu kaufen. Und auch das Geschäft mit Online-Dienstleistungen wie etwa die Taxi-Bestellung, der Leihwagen oder das Ausleihen hipper eScooter oder eRoller läuft mit Hilfe entsprechender Apps inzwischen reibungslos.

mehr ...

Immobilien

Gehälter können bei Mietsteigerungen nicht mithalten

Der Wohnungsmarkt hierzulande ist angespannt, vor allem in den Metropolen. Wie stark sich die Mieten im Vergleich zu den Gehältern entwickelt haben, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen.

mehr ...

Investmentfonds

EZB: Zinstief könnte zum Risiko für Finanzstabilität werden

Europas Währungshüter nehmen verstärkt mögliche negative Folgen ihres Nullzinskurses in den Blick. “Die Nebenwirkungen der Geldpolitik werden immer offensichtlicher, das müssen wir berücksichtigen”, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. “Wir müssen uns mehr auf die Nebenwirkungen konzentrieren.”

mehr ...

Berater

Christian Kunz wechselt von DNL zu TSO

Christian Kunz wird zum 1. Dezember 2019 als Sales & Marketing Manager bei der TSO Capital Advisors GmbH beginnen und die Verantwortung für den Vertrieb verschiedener Investmentprodukte der TSO-Gruppe im deutschen Markt übernehmen. Sein Vater Wolfgang Kunz sieht sich indes zu einer Klarstellung veranlasst.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Immobilienfonds Jamestown 31 legt rasant los

Der US-Fondsanbieter Jamestown hat für seinem Fonds 31 innerhalb weniger Wochen ein beachtliches Volumen platziert und die ersten Immobilieninvestitionen getätigt. Es handelt sich dabei um drei Büro- und Einzelhandelsobjekte in San Francisco, Atlanta und Boston, in die insgesamt eine Viertel-Milliarde US-Dollar Eigenkapital fließt.

mehr ...

Recht

Thomas Cook: Auch österreichische Verbraucherschützer verklagen Bundesrepublik

Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook sowie diverser Tochterunternehmen klagt nun auch der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) gegen den deutschen Staat auf Staatshaftung. Vertreten wird der Verein durch die Anwaltskanzlei Kälberer & Tittel aus Berlin.

mehr ...