Continentale freut sich über Unisex-Nachbesserung

Nachdem sich die EU-Kommission dafür ausgesprochen hat, dass Bestandskunden in der privaten Krankenversicherung nicht auf Unisex-Tarife umgestellt werden müssen, sieht sich die Continentale Krankenversicherung aus Dortmund bestätigt.

Unisex Mann FrauDie EU-Kommission hatte festgestellt, dass Unisex-Tarife ab Ende Dezember 2012 nur für Neukunden eingeführt werden müssen, Altverträge aber unverändert bleiben können. Dazu hätten auch Konsultation mit führenden europäischen Versicherern beigetragen, teilte die Continentale mit.

„Eine Umstellung der Bestandskunden auf Unisex-Tarife führt zu einer Belastung der Versichertengemeinschaft insgesamt. Ohne gesetzlichen Zwang dürfen wir daher nicht umstellen, wenn wir die Rechte unserer Kunden ernst nehmen. Die EU-Kommission hat jetzt erfreulicherweise klargestellt, dass es diesen Zwang nicht gibt“, kommentierte Continentale-Chef Rolf Bauer die Entscheidung.

Bauer fügte hinzu, dass jede über diese Regelung hinausgehende gesetzliche nationale Regelung auch verfassungsrechtlich bedenklich sein dürfte. Daher werde man die erworbenen Rechte der Versicherten mit allen Mitteln verteidigen. Die Umstellung auf Unisex-Tarife führe schließlich nicht nur zu einer Umverteilung innerhalb der Bestände – und damit zu Beitragserhöhungen -, auch wenn schon diese abzulehnen sei. Durch die Neuberechnung von Sicherheitszuschlägen werde die private Krankenversicherung in der Summe auch für alle Versicherten teurer. Eine Umstellung von Verträgen von Bestandskunden, die bestimmte Gruppen deutlich belasten, lehne das Unternehmen entschieden ab. (lk)

Foto: Shutterstock

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