2. Oktober 2012, 13:00
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Ergo will noch transparenter werden

Viel Bewegung bei der Ergo Versicherungsgruppe: Neben einer neuen Internetseite, in der das Fehlverhalten im Zusammenhang mit Wettbewerbsreisen dokumentiert ist, haben die Düsseldorfer die Trennung von Ergo Leben-Vertriebsvorstand Ludger Griese bekanntgegeben.

Ergo will transparenter werden

Mit dem Ziel, transparenter zu werden und Vertrauen zurückzugewinnen, habe man sich entschieden, alle Fälle von Fehlverhalten im Zusammenhang mit Wettbewerbsreisen und Incentives zu veröffentlichen, erklärte die Ergo in einer Pressemitteilung. Aktuell sind auf der Ergo-Internetseite Fälle zu finden, die im Rahmen einer internen Revision von mehr als 550 Reisen aus den vergangenen zehn Jahren untersucht wurden.

Aufgeführt sind neben den bereits öffentlichen Reisen nach Budapest oder Jamaika beispielsweise auch Nachtclubbesuche außerhalb des offiziellen Programms auf Reisen nach Hamburg oder New York im Jahr 2010, teilt das Unternehmen mit. Man werde alles tun, „um Fehlverhalten im Rahmen von Incentivereisen künftig zu vermeiden“ und Regelverstöße nicht tolerieren, heißt es. So würden schon heute keine Reisen außerhalb Europas mehr angeboten. Zudem betont die Ergo, dass Incentivereisen für Vertriebspartner künftig nur noch mit Ehe- oder Lebenspartner ausgeschrieben werden.

Das Unternehmen sei fest entschlossen, den vor drei Jahren beschrittenen Weg der Neuausrichtung mit dem Markenversprechen „Versichern heißt verstehen“ konsequent weiterzugehen, heißt es.

Ergo will transparenter werden

Ludger Griese, ehemals Ergo

Nicht weiter geht es hingegen für Ludger Griese. Wie die Ergo bekannt gab, ist der 48-Jährige zu Ende September aus dem Vorstand der Ergo Lebensversicherung ausgeschieden.

Griese gehörte dem Konzern seit 1990 an. Seit Juli 2007 war er für den Struktur- und Agenturvertrieb Ergo Pro (ehemals HMI) tätig, zunächst als Vertriebsdirektor und seit April 2010 als Mitglied des Vorstands.

In seine Amtszeit fallen die Neuausrichtung der Organisation mit einer Einführung des standardisierten Beratungsinstruments „Finanzkompass“ und eines neu ausgerichteten Vergütungssystems – aber auch das Bekanntwerden der Budapest-Reise 2007, erklärte die Ergo, die zugleich darauf hinwies, dass besagte Reise vor Amtsantritt Grieses im Juni 2007 stattfand. Die Trennung sei im gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. (lk)

Fotos: Ergo

 

 

 

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