Keine Entspannung im Preiskampf: Kfz-Versicherte weiterhin kostensensibel

Für Kfz-Versicherer ist kein Ende des Preiskampfes in Sicht: Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage schauen Autofahrer in Deutschland auch weiterhin zuerst auf den Preis, wenn sie sich für eine Kfz-Versicherung entscheiden. Andere Kriterien folgen deutlich dahinter.

Für 43 Prozent der Autofahrer in Deutschland ist der Preis einer Kfz-Versicherung entscheidend, nur für 28 Prozent der Befragten ist der Service des Versicherers im Schadenfall ausschlaggebend, 15 Prozent geben die Beratungsqualität und 13 Prozent die Erreichbarkeit und Schnelligkeit bei der Schadenmeldung als Top-Kriterium an (siehe Grafik). Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage unter rund 1.000 Kfz-Haltern durch das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag des Beratungsunternehmens hnw consulting.

„Der deutliche Abstand, mit dem der Preis die anderen Kriterien schlägt, bestätigt die durch Online-Vergleichsportale verstärkte Preissensibilität der Verbraucher“, sagt Carsten Nyhuis, Partner bei hnw consulting. Mancher Versicherer laufe Gefahr, „sich ins Abseits zu manövrieren“, wenn er die Höhe der Prämie nicht dem Markt anpasse, so Nyhuis. Zugleich mahnt der Berater besonders günstige Anbieter, dass Defizite in der Service- und Beratungsqualität sehr wohl zu Kundenabwanderungen führen können, da die Wechselbereitschaft unter den Kfz-Versicherten hoch sei.

Männer schauen eher auf den Preis als Frauen

Zudem ergab die Studie, dass Männer etwas häufiger als Frauen dazu tendieren, auf das Prämienniveau zu schauen: 53 Prozent der Befragten, für die der Preis das Top-Kriterium ist, sind männlich, 47 Prozent sind weiblich. Zudem steigt das Kostenbewusstsein laut Umfrage mit dem Alter der Kunden.

Darüber hinaus schwanken die Zahlen je nach Automarke und Alter des Fahrzeugs. Renault-Fahrer erweisen sich demnach als besonders preissensibel. Sie stellen mit 17 Prozent die größte Gruppe innerhalb derer, die sich hauptsächlich nach dem Preis richten. Knapp dahinter folgen Ford-Besitzer mit 16 Prozent und BMW-Fahrer mit 15 Prozent. Unter den Preisbewussten finden sich außerdem besonders viele Besitzer älterer Fahrzeuge: 39 Prozent von ihnen haben ein Auto, das 16 Jahre oder älter ist. Der Anteil der Neuwagenbesitzer beträgt nur 13 Prozent. (lk)

Grafik: IMWF/ hnw consulting (Anklicken zum Vergrößern)

Foto: Shutterstock

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