Solvency II: Europäische Versicherer noch nicht gerüstet

Die europäische Versicherungsbranche hat bei der Vorbereitung auf die neuen Solvency-II-Vorschriften noch viel zu tun. Dies hat eine gemeinsame Studie der französischen Bank BNP Paribas mit dem Beratungshaus InteDelta ergeben.

Europa

Die bei insgesamt 20 europäischen Versicherern durchgeführte Umfrage sollte prüfen, wie weit die Assekuranz bereits für die Einhaltung der Solvency II-Vorschriften gerüstet ist. Das Fazit der Studienmacher fällt ernüchternd aus:

„Zwar verzeichnen die Versicherer gute Fortschritte bei der Erfüllung der quantitativen Anforderungen von Solvency II, doch muss die Branche die in der Richtlinie spezifizierten Bereiche Risikomanagement und Reporting mit mehr Entschlossenheit angehen“, urteilt Maxime Gibault, Leiter des Kundensegments Versicherungsgesellschaften bei BNP Paribas Securities Services.

Drei Bereiche wurden als kritisch für die Branche identifiziert: Neue Prozesse zur Nachvollziehbarkeit der Daten, zusätzliche Daten-Governance sowie neue Kriterien für das Kunden-Reporting. Besonders kritisch seien diese Bereiche allerdings für manche Versicherer mit Fonds externer Anbieter oder extern gepoolten Fonds, die ein mehrstufiges transparentes Reporting erfordern, so die Einschätzung der Studienmacher. „Daraus wird ersichtlich, dass die Versicherer hinsichtlich Solvency II eng mit ihren Assetmanagern zusammenarbeiten müssen, um zum 1. Januar 2014 startklar zu sein“, sagt Gibault.

Seite 2: Umsetzung und Integration der Vorschriften in die Abläufe bereitet Probleme

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