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11. Oktober 2012, 17:06
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Unisex-Umfrage: Deutsche setzen auf Vermittler

56 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer wollen ihren Vermittler oder Versicherer zum Thema Unisex-Einführung befragen, bevor sie den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) planen. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der HDI Versicherung.

Unisex: Viele Deutsche suchen Rat beim VermittlerDas Basiswissen der Deutschen in Sachen „Unisex“ sei solide, heißt es beim Kölner Versicherer, der rund 1.000 Verbraucher zwischen 18 und 60 Jahren durch das Marktforschungsinstitut Forsa befragen ließ. Demnach wissen immerhin 53 Prozent der Befragten, dass der Begriff „Unisex“ demnächst auch für Versicherungstarife gilt.

Dennoch sei es für die Bürger ohne fachkundige Unterstützung schwierig, aus diesem Wissen kluge Vorsorgeentscheidungen abzuleiten, teilt das Unternehmen mit. „Die Arbeit des Vermittlers ist für den Verbraucher heute wertvoller denn je“, sagt HDI-Vertriebsvorstand Markus Drews. Die jüngsten Neuerungen hätten den Beratungsbedarf nochmals erhöht, derzeit seien Vermittler bei den Kunden besonders als „Unisex-Lotsen“ gefragt, so Drews.

Dies zeigt sich laut Drews auch am Beispiel der BU-Versicherung. Diese wird für Frauen mit der Unisex-Umstellung am 21. Dezember 2012 laut Branchenexperten etwas günstiger ausfallen. 28 Prozent der befragten Frauen wollen den Abschluss deshalb vertagen und erst einmal abwarten. Für Männer steigen hingegen die Prämien beim Neuabschluss einer BU. Ein Viertel der Befragten will deshalb noch vor dem 21. Dezember eine neue Police abschließen. Fast genauso viele Männer (22 Prozent) warten hingegen erst einmal ab (siehe Grafik).

„Notwendigen Versicherungsschutz sollte man nie aufschieben, da der Versicherungsfall jederzeit eintreten kann“, warnt HDI-Vorstand Gerhard Frieg. Zudem könne sich bis zum Abschluss der Gesundheitszustand so verschlechtern, dass der Versicherungsschutz nur noch mit Einschränkungen oder gar nicht mehr gewährt werden könne. Darüber hinaus gelte, so Frieg, dass ältere Kunden auch höhere Prämie zahlten, wodurch der Preisvorteil des Unisex-Tarifs wieder „zusammenschmilze“.

Durch neu geschaffene Umtauschoptionen versuchen die Lebensversicherer, zögernde Kunden doch noch von einem Abschluss bis zum 21. Dezember zu bewegen. Die Optionen sehen vor, dass Verträge, die 2012 abgeschlossen wurden, im kommenden Jahr auf Unisex umgestellt werden können, sofern sich der Unisex-Tarif als günstiger herausstellt. Die Umstellung ist fast überall kostenlos und gilt rückwirkend zum ursprünglichen Versicherungsbeginn. Zudem verzichten die Anbieter auf eine erneute Gesundheitsprüfung. (lk)

Unisex: Viele Deutsche suchen Rat beim Vermittler

Foto: Shutterstock

 

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