7. November 2013, 11:33
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Cyberattacken bedrohen den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen müssen also dringend Präventionsmaßnahmen vornehmen, wie die Überprüfung und Verbesserung der IT-Sicherheitsarchitektur sowie des bestehenden Versicherungsschutzes.

Inzwischen gibt es einige Versicherer, die im Rahmen der Haftpflichtdeckung gezielt Schutz für die finanziellen Folgen von Cyberrisiken anbieten. Die sogenannte Cyber- Versicherung sorgt für die Absicherung finanzieller Schäden durch Cyberangriffe und beinhaltet in der Regel Haftpflichtdeckung für Schäden Dritter sowie eine Eigenschadendeckung für das versicherte Unternehmen als Opfer der Cyberattacken. Die Versicherungsmöglichkeiten, die einen umfassenden Schutz bieten, sind sehr vielfältig.

Nichts ist kostenlos

Kein Mausklick im Internet ist kostenlos. Wir alle bezahlen die scheinbar unentgeltlichen Services von Google und Co. mit Informationen über unseren Lebensstil und unsere Persönlichkeit.

Diese Informationen, verknüpft zu einem umfassenden Profil, lassen Online-Werbeplätze erst wertvoll werden. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass diese Daten die neue Währung im Internet darstellen.

Ein Unternehmen, das einen “virtuellen Goldschatz” an Kundendaten hortet, sieht sich damit zunehmend hochklassigen Angriffen ausgesetzt. Die Liste der Unternehmen, denen Kundendaten gestohlen wurden, liest sich wie das “Who is Who” der Onlinewelt und wird ständig länger.

Aufrüstung im Cyberwar

Während die IT-Sicherheitsabteilungen alle Hände voll zu tun haben, die Lücken in der Verteidigung gegen Cybercrime zu schließen, zeichnet sich mehr und mehr eine neue Bedrohung ab:

Staatliche und halbstaatliche Akteure rüsten Abteilungen für den Cyberwar auf. Um diese Einheiten auszubilden, ist Training notwendig – entsprechend ist Industriespionage die neue “Beschäftigungstherapie” für Hackergruppen.

Das bedeutet, auch im Bereich der Ausspähung steht die IT auf womöglich verlorenem Posten inmitten einer sich fortlaufend professionalisierenden und wachsenden Angreiferschar.

Zukünftige Entwicklung

Eines der meistgebrauchten Statements in der IT-Sicherheitsbranche lautet: “100 Prozent Sicherheit gibt es nicht.” Diese Aussage ist korrekt. Der nächste Level in der IT-Sicherheit ist deshalb die Abkehr von einer rein präventionsgetriebenen Planung.

An dieser Stelle kommen die Versicherungsgesellschaften und verantwortungsbewusste Makler ins Spiel: Durch geeignete Angebote kann für die Kunden auch in dieser neuen Situation die budgettechnische Planbarkeit wiederhergestellt werden.

Zusätzlich können kompetente Versicherungsmakler im Rahmen der Schadensabwicklung mit einem Know-how aufwarten, das der jungen IT-Branche oftmals noch fehlt.

Autor Friedrich Ganz ist Vorstandsvorsitzender der Artus-Gruppe.

Foto: Shutterstock

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