Bloß nicht ins Heim: Pflegewünsche der Deutschen

Hauptsache zu Hause: Sieben von zehn Deutsche wollen im Pflegefall von einem ambulanten Dienst oder vom Partner betreut werden – einen Umzug in ein Heim können sich nur 30 Prozent vorstellen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der R+V Versicherung.

Im Pflegefall wollen die Deutschen möglichst zu Hause betreut werden.

Eine häusliche Pflege durch den Partner ziehen Männer (76 Prozent) deutlich stärker in Betracht als Frauen (66 Prozent), teilt der Wiesbadener Versicherer mit. Von den Kindern oder Angehörigen in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden, nannten 55 Prozent der Befragten (siehe Grafik). Die Pflege durch eine mit im Haushalt wohnende Pflegekraft kann sich die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) vorstellen.

Befragte wollen ihren Kindern nicht zur Last fallen

Einen Umzug ins Pflegeheim ziehen hingegen nur 30 Prozent in Betracht – unbeliebter ist nur ein Einzug bei den eigenen Kindern oder Verwandten (25 Prozent). Die R+V hält es darüber hinaus für bemerkenswert, dass sich mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) vorstellen kann, in einem Mehrgenerationenhaus gepflegt zu werden.

Nur drei Prozent haben eine Pflege-Zusatzversicherung

„Die Umfrage zeigt, welch herausragenden Stellenwert die häusliche Pflege hat“, sagt Tillmann Lukosch, Vorstandsmitglied der R+V Krankenversicherung. Dennoch besitzen laut R+V erst knapp drei Prozent der Deutschen eine private Pflege-Zusatzversicherung, um die „Pflege-Lücke“ zu schließen. Der Versicherer beziffert die monatlichen Kosten für eine professionelle Hilfe nach Abzug der Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung auf 450 bis 1.950 Euro, je nach Pflegestufe und Art der Pflege. (lk)

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Nur eine Minderheit der Deutschen würde im Pflegefall ins Heim ziehen wollen.
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