Anzeige
4. November 2013, 12:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Untersuchung entlastet Ackermann und Zurich

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kommt eine Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier vor seinem Selbstmord nicht unter ungebührlichen oder unangemessenen Druck gesetzt wurde. Dies habe der Versicherungskonzern heute mitgeteilt.

Zurich: Untersuchung entlastet Konzern und Ackermann

Nach Wauthiers Tod hatte die Zurich eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Umstände des Selbstmords zu klären.

Am 26. August war Wauthier tot an seinem Wohnort am Zuger See aufgefunden worden. In einem Abschiedsbrief hatte er Präsident Josef Ackermann vorgeworfen, ihn unter Druck gesetzt zu haben. Obwohl Ackermann jede Mitverantwortung für Wauthiers Tod von sich wies, trat er drei Tage später als Verwaltungsratsvorsitzender des Versicherungskonzerns mit “sofortiger Wirkung” zurück.

Wie Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, habe die Zurich daraufhin den Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) und die auf Wirtschafts- und Steuersachen spezialisierte Züricher Anwaltskanzlei Homburger beauftragt, die Umstände des Selbstmords zu untersuchen. Sie befragten demnach Mitarbeiter und untersuchten Dokumente und Geschäftskorrespondenz auf Hinweise, ob Wauthier unter übertriebenem Druck stand.

Keine Unregelmäßigkeiten bei Finanzkennzahlen

Die Untersuchung sei auch der Frage nachgegangen, ob die Finanzkennzahlen des Konzerns angemessen dargestellt worden seien, so Reuters. Auch hier stellen die Prüfer Zurich demnach ein gutes Zeugnis aus. Die Untersuchung habe keinerlei Unregelmäßigkeiten oder Abweichungen von den regulatorischen und buchhalterischen Vorgaben feststellen können.

Der Selbstmord und der abrupte Abgang des Präsidenten führten dazu, dass die Aktien der Konzerns unter Druck gerieten. Konzernchef Martin Senn versicherte laut Reuters, es gebe keine Verbindung zwischen den Ereignissen und der finanziellen Entwicklung des Versicherers. Wie die Nachrichtenagentur von Insidern erfahren habe, hatten sich zwischen Ackermann und Wauthier allerdings Spannungen aufgebaut.

Spannungen zwischen Ackermann und Wauthier

Die Insider berichteten Reuters,dass Ackermann bei einem Gespräch mit Wauthier am Tag vor der Quartalsberichterstattung Mitte August auf einer letzten Änderung in den Präsentationsunterlagen bestand. Der allgemeine Geschäftsausblick für 2013 wurde demnach vorsichtiger formuliert. Zurich habe Fragezeichen hinter die mittelfristigen Ziele für zwei der drei Geschäftsbereiche gesetzt. Neue Ertragsziele will Konzernchef Senn laut Reuters den Investoren am 5. Dezember präsentieren.

Ackermanns Nachfolger Tom de Swaan sagte gegenüber der Nachrichtenagentur: “Wir sind noch immer zutiefst betroffen und traurig über den Verlust von Pierre Wauthier und können uns seine Beweggründe für den tragischen Entschluss nicht erklären.” Das respektvolle Miteinander nehme auf allen Ebenen des Unternehmens einen sehr hohen Stellenwert ein.

 

Foto: Wikimedia Commons

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 08/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Emerging Markets – Altersvorsorge – Bausparen – Recruiting

Ab dem 20. Juli im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Digitalisierung: “Versicherer müssen kulturelle Hürden überwinden”

Möchten Versicherer an Schlagkraft gewinnen, müssen sie die digitale Transformation deutlich konsequenter angehen und vor allem die Managementkapazitäten zielgerichtet einsetzen. Denn bisher hat nur jede zweite Versicherung eine Digitalisierungsstrategie entwickelt.

Gastbeitrag von Stefan Geipel, zeb

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2018 haben die Immobilienpreise in Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden angezogen – wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Welche Besonderheiten sich daraus für die Finanzierung ergeben, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg.

mehr ...

Investmentfonds

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. Seine Sprecherin muss es wieder richten.

mehr ...

Berater

Grundfähigkeiten: Essenziell und schützenswert

Für die meisten von uns ist der Beruf nicht nur die Basis des Lebensunterhalts, sondern auch ein wichtiger Pfeiler der Identität. Kein Wunder also, dass die Absicherung der Arbeitskraft eine höchst individuelle Angelegenheit ist und deshalb von so gut wie allen Experten empfohlen wird.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

DFV kauft Hotel für weiteren Publikumsfonds

Die DFV Deutsche Fondsvermögen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Immac Holding, hat das Rilano Hotel in Oberursel erworben. Es soll Objekt eines weiteren alternativen Investmentfonds (AIF) werden.

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...