Finanztest: Kfz-Police vom Hersteller häufig teurer

Autokäufer, die eine Haftpflicht- und Kaskoversicherung über den Hersteller abschließen, zahlen meist mehr, als wenn sie eine Kfz-Versicherung auf dem freien Markt erwerben. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzeitschrift „Finanztest“, die sechs Herstellerangebote mit Angeboten vom freien Markt verglichen hatte.

Einen Verswicherungsabschluss direkt nach dem Autokauf sollten sich Kunden gut überlegen, meint „Finanztest“.

Viele Automobilhersteller böten dem Kunden beim Autokauf ein „Rundum-Sorglos-Paket“. Doch was sich zunächst sehr komfortabel anhöre, könne sich aber als teuer entpuppen, teilen die Tester mit. Lediglich bei einer von sechs Herstellerbanken lag der angebotene Versicherungsschutz für einen 35-jährigen Modellkunden preislich unter der Vergleichspolice vom freien Markt. Ein Vergleich könne dem Kunden somit häufig hunderte Euro sparen, lautet das Fazit in der März-Ausgabe von „Finanztest“.

Police vom Hersteller nur in Ausnahmefällen lohnenswert

Nur in bestimmten Fällen könne sich eine Police vom Hersteller doch lohnen. Dies betreffe Käufer von sehr teuren Autos oder Autos in sehr hohen Typklassen, „weil diese es sonst schwer haben, am freien Markt Kaskoschutz zu bekommen“.

Speziell beim Erwerb eines PKW über Kredit- oder Leasingfinanzierung gehe der Trend zu Komplettpaketen, konstatieren die Verbraucherschützer. Hierbei zahlt der Kunde eine einzige Monatsrate an den Hersteller, in der die Kosten für Wartung, Reparatur, Versicherung, Kredit oder auch Leasing enthalten sind. Nachteil dieser Angebote sei, dass die Einzelposten „schwer zu durchschauen“ seien.

Die Verbraucherschützer raten dazu, zwischen Kredit, Versicherung und Ansparprozess zu trennen. Dies erleichtere es, den Überblick zu behalten und Preise vergleichen zu können. (lk)

Foto: Shutterstock

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