28. August 2014, 08:32
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Maklerpools: Was Makler wollen

Grabmaier: Wir müssen unseren Partnern mehr Unterstützung im Bereich Marketing und Kommunikation bieten. Denn sowohl die Betreuung der Bestandskunden als auch die Neukundengewinnung ist meiner Meinung nach noch sehr ausbaufähig. Wir arbeiten an Konzepten, die eine Brücke zwischen Berater und Kunden bauen: von der Erstellung professioneller Marketingauftritte über die Entwicklung einer geeigneten Zielgruppenansprache bis hin zur Unterstützung bei der Organisation von Informationsveranstaltungen. Wir agieren hier immer mehr als Unternehmensberater, der den Vermittler dabei unterstützt, sein Geschäft weiterzuentwickeln und auf die Zukunft vorzubereiten.

Kiener: Alle unsere Kundenzufriedenheitsanalysen zeigen, dass das mit Abstand wichtigste Kriterium für Makler die effiziente Abwicklung des Geschäfts ist. Ein weiteres wichtiges Thema ist die kompetente fachliche Unterstützung in den Sparten, in denen der Makler kein Spezialist ist. Einen weiteren Trend sehe ich im Online-Bereich: wir bieten eine Makler-Homepage an und haben im letzten Jahr die elektronische Unterschrift in allen Sparten eingeführt. Und natürlich ist es für uns und den gesamten Poolmarkt sehr wichtig, den Maklern einen unkomplizierten Zugang zur Weiterbildung zu ermöglichen. Das tun wir im Rahmen unserer Messen und Roadshows schon seit Jahren.

Pradetto: Den genannten Punkten Qualifizierung, Prozessoptimierung und Internetmarkt schließe ich mich an. Unsere Kernaufgabe als Pools besteht jedoch darin, die Branche komplett zu transformieren. Wir brauchen eine dramatische Effizienzsteigerung. Es gibt einen steigenden Absicherungs- und Beratungsbedarf und immer weniger Berater. Diese sollen nach dem Willen der Politik möglichst viele Bedürfnisse erfüllen, aber am besten ohne Provision zu erhalten. Wenn wir weiterhin unabhängige Berater wollen, müssen wir ihnen den Rücken freihalten, indem wir sie mit Informationen versorgen und ihnen Verwaltungsaufgaben abnehmen. Pools übernehmen im Moment eine Schlüsselfunktion in dieser Branche, denn ohne uns könnte der freie Berater nicht wirtschaftlich effizient und sinnvoll arbeiten.

Interview: Julia A. Böhne und Frank O. Milewski

Fotos: Stefan Malzkorn

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