Anzeige
25. September 2014, 16:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Brutto-Netto-Spreizung bei BU-Vermittlung oft vernachlässigt”

Eine große Differenz zwischen Netto- und Bruttoprämie in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann für den Kunden unter Umständen stark steigende Beiträge zur Folge haben. Wie die Assekuranz mit dieser Thematik sowie mit Kritik an ihrem Regulierungsverhalten umgeht, diskutierte Cash. mit vier Versicherungsmanagern.

Bu-praemie-lamsfuss in Brutto-Netto-Spreizung bei BU-Vermittlung oft vernachlässigt

Frank Lamsfuß, Barmenia Versicherungen: “Man muss sich schon fragen, warum eine Leistung abgelehnt wurde – dann stellt man fest, dass dies in rund 30 Prozent der Fälle an einer fehlenden Mitwirkung des Kunden liegt.”

Cash.: Laut dem Analysehaus Franke & Bornberg ist vielen BU-Kunden nicht bewusst, dass der Abstand zwischen Brutto- und Nettoprämie beträchtlich ausfallen kann. Rein theoretisch könnte dem Kunden im Laufe seines Lebens mehr als eine Verdoppelung seines Beitrags drohen. Wie sehen Sie das?

Frank Lamsfuß, Barmenia Versicherungen: Die Vermittler differenzieren im Beratungsgespräch durchaus zwischen Brutto- und Nettobeitrag. Ich denke, es ist auch legitim, dass man den Nettobeitrag betrachtet, weil das letztendlich der beginnende Zahlbeitrag für den Kunden ist. Und es ist keinesfalls so, dass der Kunde in eine unsichere Welt wechselt.

Der Bruttobeitrag wird ausgewiesen und insofern sollte der Versicherte wissen, wie die Prämien-Spanne ausfällt. Außerdem ist es angemessen, den Kunden zeitnah an Überschüssen partizipieren zu lassen und den Beitrag dadurch auch ermäßigen zu können.

Ohnehin sollte der Beitrag insbesondere in der BU-Beratung nicht an erster Stelle stehen, sondern die Qualität der Absicherung. Gleichwohl sind Ausreißer, die eine exorbitante Lücke zwischen Brutto- und Nettobeitrag aufweisen, kritisch zu betrachten – auch das gehört zum Job eines Vermittlers dazu.

Frieg, HDI Lebensversicherung: Ich muss da etwas gegenhalten. Aus unserer Sicht wird dieser Aspekt bei der Auswahl beziehungsweise Vermittlung häufig vernachlässigt. Wir beobachten, dass Wettbewerber mit sehr niedriger Nettoprämie gleichzeitig sehr hohe Bruttoprämien ausweisen. Der Kunde trägt hier in jedem Fall das Prämienänderungsrisiko bis zur Höhe der Bruttoprämie.

Und: Je größer der Abstand zwischen Netto- und Bruttoprämie, umso größer ist das Risiko, dass die Prämien steigen. HDI bietet den Kunden unter diesem Aspekt viel mehr Sicherheit. Der Abstand beträgt bei uns beispielsweise in den Berufsgruppen A bis D nur 33 Prozent und wir sind nicht mit der niedrigsten Nettoprämie unterwegs.

Wir haben uns eindeutig als Qualitätsanbieter positioniert. Das entspricht dem Anspruch, den Kunden an optimalen Einkommensschutz stellen.

Seite zwei: “Man fragt sich schon, wie “Kampfprämien” über den Bestand abgesichert sind”

Weiter lesen: 1 2 3 4

1 Kommentar

  1. Bei diesem Artikel wäre es durchaus interessanter gewesen, wenn einer der Interviewpartner Vetreter eines von der Brutto-Netto-Spreizung betroffenen Versicherers (z.B. LV1871) gewesen wäre. So ist letztlich der Informationsgehalt eher gering.

    Kommentar von Daniel Platte — 26. September 2014 @ 11:28

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Vorerkrankung versus BU-Grund: Knackpunkt Kausalität

Ein Versicherter hatte die Gesundheitsfragen beim BUZ-Antrag unvollständig beantwortet. Dies bemerkte der Versicherer, als der Mann tatsächlich berufsunfähig wurde und trat von dem Vertrag zurück – hiergegen klagte der Versicherte. Knackpunkt bei dem Fall ist laut BGH der “Kausalitätsgegenbeweis”.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein kooperiert mit Exporo und Zinsland

Die Dr. Klein Firmenkunden AG wird künftig mit den Crowdinvesting-Plattformen Exporo und Zinsland kooperieren. Die Kooperation soll Projektentwicklern helfen, möglichst viele Projekte gleichzeitig am Markt zu platzieren.

mehr ...

Investmentfonds

Fondsmanager setzen wieder verstärkt auf europäische Aktien

An den internationalen Kapitalmärkten waren Europas Aktien bislang schlecht gelitten. Die Schuldenkrise und vor allem der Reformstau in vielen Mittelmeerländern belasteten das Investitionsklima. Doch das Blatt dürfte sich bald wenden.

Der Rademacher-Kommentar

mehr ...

Berater

EZB: Extrem niedrige Zinsen und mehr Wettbewerb fördern Kreditvergabe

Die Nachfrage nach Bankkrediten in der Eurozone ist zuletzt weiter gestiegen, teilt die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Extrem niedrige Zinsen und vielversprechende Aussichten für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt seien für die höhere Nachfrage verantwortlich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ bündelt maritime Aktivitäten

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) bündelt die bisher in verschiedenen Konzerngesellschaften erbrachten Fonds- und Assetmanagementleistungen für sämtliche maritimen Investments unter dem Dach der neuen Ernst Russ Maritime Management GmbH & Co. KG (ERMM).

mehr ...

Recht

ZIA: Senkung der Grunderwerbsteuer wäre beste Eigenheimförderung

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) fordert, die Grunderwerbssteuer zu senken. Bei der Förderung von Wohneigentum sollte die Regierung nicht auf Zuschüsse sondern auf Steuersenkungen setzen.

mehr ...