25. September 2014, 16:10
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“Brutto-Netto-Spreizung bei BU-Vermittlung oft vernachlässigt”

Bu-praemie-HH in Brutto-Netto-Spreizung bei BU-Vermittlung oft vernachlässigt

Edgar Heck, Axa Versicherung (links) und Jürgen Hansemann, Nürnberger Versicherung.

Edgar Heck, Axa Versicherung: Beitragsanpassungen hat es bereits bei diversen Gesellschaften gegeben. Aber allein die Tatsache, dass dieses Thema sehr sensibel verfolgt wird, wird meines Erachtens auch dazu führen, dass sich der Preiswettbewerb in der derzeitigen Form nicht weiterentwickelt und die Gesellschaften verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen.

Natürlich sind auch wir als Gesellschaft daran interessiert, einen guten Preis anzubieten, aber es ist kein Widerspruch, preislich gut positioniert zu sein und nachhaltig zu wirtschaften. Das ist eine ganz wichtige Botschaft, die wir auch gegenüber den Vertrieben betonen müssen. Wir sind nicht diejenigen, die mit Kampfpreisen den Markt kurzfristig an uns ziehen wollen, um dann den Kunden auf lange Sicht in Probleme hineinlaufen zu lassen.

Jürgen Hansemann, Nürnberger Versicherung: Es gibt in der Branche durchaus Gesellschaften, die im Neugeschäft sehr günstige Beiträge ausweisen. Da fragt man sich schon – insbesondere, wenn es sich um Marktneulinge handelt – wie diese “Kampfprämie” eigentlich über den Bestand abgesichert ist? Es geht auch anders: Wir haben kürzlich ein neues Produkt, die Premium SBU, herausgebracht, das mit zusätzlichen Leistungen aufwartet und dementsprechend etwas teurer ist.

Auf Anhieb haben wir einen Geschäftsanteil von 15 Prozent erreicht – das ist viel in Anbetracht der kurzen Zeit. Daraus ist zu folgern, dass ein BU-Produkt, das sich mit zusätzlichen Leistungskomponenten vom Markt abgrenzt und dabei eine immer noch verkaufbare Prämie aufweist, sehr gut funktionieren kann. Das wäre ein Beispiel für eine Initiative, die nicht mehr nur den Preis in den Mittelpunkt rückt, sondern auch neue Leistungskomponenten in den Bedingungen – so wie es früher auch schon der Fall war.

Seite drei: “Von den eingereichten Leistungsfällen wurden knapp über 70 Prozent anerkannt”

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1 Kommentar

  1. Bei diesem Artikel wäre es durchaus interessanter gewesen, wenn einer der Interviewpartner Vetreter eines von der Brutto-Netto-Spreizung betroffenen Versicherers (z.B. LV1871) gewesen wäre. So ist letztlich der Informationsgehalt eher gering.

    Kommentar von Daniel Platte — 26. September 2014 @ 11:28

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