Versicherer im Online-Geschäft: SEPA- Lastschrift ist nicht alles

Die neuen Versicherungsangebote würden mit der SEPA-Lastschrift nicht funktionieren – das Ausfüllen des Formulars für das SEPA-Mandat dauert dafür zu lange. Kunden warten nicht gerne an der Internetkasse.

Zudem sind sie wählerisch, was ihre Wunschbezahlmethode angeht. Fehlt diese, führt das meist zum Kaufabbruch. Online-Händler bieten ihren Kunden deshalb meist eine Reihe verschiedener Bezahlverfahren an. Zu den meistgenutzten zählt Paypal.

Paypal: Einfaches Ein-Klick-Verfahren

Der Payment-Dienstleister ist mit 62 Prozent Nutzerzuspruch inzwischen die Nummer zwei hinter dem Rechnungskauf und hat mehr Anhänger als die Lastschrift. Das zeigt die Studie „Erfolgsfaktor Online-Payment“ von ECC, der Online-Abteilung des Kölner Instituts für Handelsforschung.

Paypal glänzt dabei mit einem einfachen Ein-Klick-Verfahren. Hier braucht der Kunde beim Einkaufen im Netz nur Benutzernahmen und Passwort einzugeben und autorisiert die Zahlung mit einem Mausklick – ohne zusätzliche Transaktionsnummer, lange Kontozahlenkolonnen und das Ausfüllen umständlicher Formulare wie bei der SEPA-Lastschrift. Die Kreditkarte ist ähnlich beliebt. 35 Prozent der Kunden nutzen sie zum Einkaufen im Internet.

Auswahlfaktoren für den Payment-Dienstleister

Die Wahl des passenden Zahlungsdienstes richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Die Versicherer, die heute schon moderne Internetbezahldienste nutzen, setzen in der Regel auf etablierte Marken wie Paypal, Visa und Mastercard.

Weniger bekannte Alternativen sind unter anderem Telecash, eine Zahlplattform des amerikanischen E-Commerce-Dienstleisters First Data, sowie die Paymentsysteme des Bamberger Zahlungsdienstleisters Computop.

Sie bieten Lösungen, die sich einfach in die mobilen Prozesse integrieren lassen. Richtig nützlich wird es für Assekuranzen erst, wenn sich Beiträge auch regelmäßig einziehen lassen, ohne erneute Autorisierung.

Abomodelle eine effiziente Ergänzung

Eine effiziente Ergänzung zum SEPA-Lastschriftverfahren sind Abomodelle, wie sie Paypal im Leistungskatalog hat. Telecash, Payone, Payunity und Computop gehen anders vor. Sie leiten den Kunden vom Versicherer auf den Server des Zahlungsdienstleisters. Dieser übernimmt die komplette Kommunikation mit dem Kunden.

Der Versicherer erhält einen Hinweis, dass die Zahlung erfolgt, und eine sogenannte Pseudokartennummer, über die bei Bedarf auch die Rückbuchung durchgeführt werden kann.

Seite drei: Kosten im Blick behalten

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