Aktuare begrüßen Zustimmung zu Omnibus II

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat die Verabschiedung der sogenannten Omnibus-II-Richtlinie durch das Europäische Parlament begrüßt. Mit der gestrigen Entscheidung sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Solvency II gemacht worden, erklärte die DAV.

Sitz des EU-Parlaments in Straßburg.

Das EU-Finanzregelwerk Solvency II stellt aus Sicht der Versicherungsmathematiker zwar noch „keine Ideallösung“ dar, denn insbesondere im deutschen Versicherungsmarkt gibt es viele Verträge mit lang laufenden Garantien. Wie viel Eigenkapital die Versicherer für diese Garantien vorhalten sollen, sorgt bis heute für Diskussionsbedarf.

DAV geht von planmäßigen Start zum 1. Januar 2016 aus

Gleichwohl gebe es jetzt die erforderliche Voraussetzung, auf deren Basis die „ausstehenden Verordnungen und technischen Standards zur praktischen Umsetzung“ von Solvency II erstellt werden können, erklären die Aktuare.

Nach der noch im März erwarteten Zustimmung des Europarats könnten die noch ausstehenden Regelungen und die Umsetzung in nationales Recht vorangetrieben werden, so die DAV, um planmäßig zum 1. Januar 2016 mit Solvency II zu starten. Die Umsetzung in nationales Recht muss bis zum 31. März 2015 erfolgt sein.

Aktuare erwarten „umfangreiches Arbeitsprogramm“

Für die deutschen Aktuare bedeute dies ab sofort ein „umfangreiches Arbeitsprogramm und in den nächsten Jahren erhebliche Veränderungen in ihrem Aufgabengebiet“.

Der Entscheidung des Europäischen Parlament ging im November 2013 eine Einigung zwischen Europäischem Parlament, Rat und Kommission – dem sogenannten Trilog – zur Omnibus-II-Richtlinie voraus. (lk)

Foto: Shutterstock

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