18. September 2014, 11:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche wollen finanziell unabhängig sein – Ist Tagesgeld dafür die Lösung?

Angst um finanzielle Unabhängigkeit bringt die Deutschen dazu, die Geldanlagen auf flexiblen Konten seit 2009 zu verdoppeln. Zu groß ist die Sorge, im Falle einer Pflegebedürftigkeit nicht an das nötige Geld heranzukommen. Worauf kommt es bei der Vorsorge an und welche Anlage-Option ist die beste?

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Tagesgeld

“Viele sind überzeugt, mit Bankvollmacht und Berliner Testament den Partner abgesichert zu haben.”

Im September erschienen zwei Studien von großen deutschen Versicherern: Die Continentale-Studie 2014 zum Risiko Pflegebedürftigkeit und die Studie der R+V Versicherung zu den Ängsten der Deutschen. Die R+V stellt fest, dass eine der größten Ängste ist, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Continentale konstatiert: 83 Prozent der Menschen haben Angst vor Pflegebedürftigkeit. Aus einer aktuellen Statistik der Deutschen Bundesbank ist ersichtlich, dass sich die Höhe der Anlagen auf flexiblen Konten seit 2009 verdoppelt hat.

Anlegerverhalten von Ängsten geprägt

Wenn sich nun das meiste Vermögen in den Händen der über 50-Jähigen befindet, liegt die Vermutung nahe, dass sich die Ängste der Deutschen auf das Anlageverhalten auswirken. Das passt zu den Gesprächen in den Beratungszimmern von Banken und Finanzdienstleistern.

Seit Jahren berichten Anlageberater: Wenn der Kunde im Pflegeheim ist, kommt der Bevollmächtigte beziehungsweise Betreuer und überweist jeden Monat den Fehlbetrag fürs Heim vom Festgeld, dann ist das Depot dran und bei Langzeitpflege fällt unter Umständen auch das Wohnhaus den Kosten zum Opfer. Doch wir kennen die Kunden von früher: Das sind genau diejenigen, die uns sagen, dass man, wenn man älter ist, nur noch flexibel anlegen könne. Schließlich wisse niemand, was morgen sei!

Gemeint ist das vermeintlich unkalkulierbare Risiko der Langzeitpflege. Da gibt es Kunden, die sich nichts mehr gönnen und – von Angst getrieben, ihren Angehörigen zur Last zu fallen – sogar noch sparen! Wenn nicht der Pflegefall eintritt, dann kommen die Erben, um das Vermögen von den verfügbaren Konten abzuheben. Und dem Finanzberater sprechen sie die Beratungskompetenz ab. Eben für Anlagen ausschließlich auf Tagesgeld! Dass dies vor allem aus der Angst, die Angehörigen zu belasten, entstand, spielt dann keine Rolle mehr.

Seite zwei: Pflegeabsicherung eine Frage der Fairness

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...