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27. Januar 2014, 11:42
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Nachfolgemanagement im Versicherungsvertrieb: Studie sucht Teilnehmer

Der Versicherungsvertrieb leidet zunehmend unter Nachwuchsmangel. Eine wissenschaftliche Studie will nun herausfinden, wie Vermittlerbetriebe in diesen Zeiten eine geregelte Nachfolge treffen. Makler, Ausschließlichkeits- und Mehrfachvertreter können sich von heute bis zum 16. Februar online beteiligen.

Versicherungsvertrieb betreibt Nachfolgemanagement: Studie sucht Teilnehmer

Nachwuchs händeringend gesucht: Das Durchschnittsalter der Vermittler in Deutschland liegt bei 48 Jahren; 40 Prozent haben bereits das 50. Lebensjahr überschritten.

Die Online-Umfrage “Nachfolgemenagement im Versicherungsvertrieb” erfolgt durch die Versicherungsforen Leipzig in Kooperation mit der Berufsakademie Dresden und der Fachhochschule Dortmund. Sie soll etwa zehn Minuten in Anspruch nehmen. Teilnehmer erhalten auf Wunsch im Anschluss an die Untersuchung eine Studienzusammenfassung. Die Ergebnisse werden bei der Fachkonferenz “Betriebswirtschaftliche Beratung und Betreuung von Agenturen und Maklern im Versicherungsvertrieb” am 8. und 9. Mai 2014 in Dortmund vorgestellt.

Ziel der Studie sei es, “Potenziale, Herausforderungen und Handlungsfelder im Nachfragemanagement” zu identifizieren, erklärt Mario Gärtner, Leiter Kompetenzfeld Versicherungsvertrieb bei den Versicherungsforen Leipzig. “Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie die praktische Umsetzung der Nachfolge in den Vermittlerbetrieben aussieht, inwieweit Vermittler auf die umfangreichen Anforderungen hinsichtlich der Nachfolge ihres Betriebs vorbereitet sind und welche Unterstützung in Bezug auf qualifiziertes Nachfolgemanagement benötigt wird”, berichtet Gärtner.

Studie: 40 Prozent aller Vermittler scheiden in den nächsten 15 Jahren aus

Aufgrund von neuen Anforderungen seitens des Gesetzgebers und der Versicherungsunternehmen sowie demografischen Veränderungen, kranke die Branche momentan am Nachwuchsmangel, teilen die Studien-Initiatoren mit.

Das Durchschnittsalter der Vermittler in Deutschland liegt bei 48 Jahren; 40 Prozent haben bereits das 50. Lebensjahr überschritten, ergab die Studie “Vermittler-PISA”, einem Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschule Dortmund, der Versicherungsforen Leipzig und dem Marktforschungsunternehmen Skopos. Daher sollen laut der Studie etwa 40 Prozent aller Vermittler altersbedingt in den nächsten zehn bis 15 Jahren ausscheiden.

Vor allem im Bereich Nachfolgemanagement habe der zu erwartende Mangel an Fachkräften daher weitreichende Folgen, prognostiziert Experte Gärtner. “Die Nachfolge betrifft dabei nicht nur Vermittlerbetriebe und Versicherer, wie es auf den ersten Blick scheint, sondern in letzter Konsequenz auch den Kunden.” Ein funktionierendes Vertriebsmanagement sei der Schlüssel zum Unternehmenserfolg und stehe damit immer auf der Agenda von Versicherern und Maklern, so Gärtner. (lk)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Ich glaube es gibt zu viele Vermittler. Eine Konsolidierung würde dem Markt eventuell gut tun und die Erträge aktiver Vermittler steigern. Wenn die Zuwanderung neuer Vermittler “aufgrund von neuen Anforderungen seitens des Gesetzgebers” beschränkt wird, ist das eine Chance: Qualität statt Quantität! Einige Gesellschaften sind durch agressive Mitarbeiterwerbung stark gewachsen, bsd. Strukturvertriebe. Die Folgen sind hinlänglich bekannt. Außerdem gibt es zunehmend Direktversicherer, braucht es dann noch so viele Vermittler?

    Kommentar von JochenMaier — 28. Januar 2014 @ 00:54

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