Barmer GEK: Pflegende Angehörige besser unterstützen

Die Krankenkasse Barmer GEK hat am Dienstag den Pflegereport 2015 vorgestellt. Ihr Vorstandsvorsitzender Christoph Straub nahm dies zum Anlass, um angesichts der alternden Gesellschaft und zunehmender Pflegebedürftigkeit eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger zu fordern.

Pflege findet laut Barmer GEK-Chef Christoph Straub immer mehr zu Hause statt.

Kranke wollten möglichst lange zu Hause gepflegt werden, daher seien auch mehr präventive Angebote für die Pflegenden nötig, erklärte Straub in Berlin. Er lobte zugleich das am vergangenen Freitag verabschiedete zweite Pflegestärkungsgesetz.

Pflege-Dauer weitet sich laut Pflegereport der Barmer GEK aus

Pflege findet nach Straubs Worten immer mehr zu Hause statt. Entsprechend sei der Anteil vollstationärer Pflege zwischen den Jahren 2005 und 2013 von 31,8 auf 29,1 Prozent gesunken.

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Zugleich müssten sowohl Frauen als auch Männer häufiger mit Pflegebedürftigkeit rechnen, erläuterte Straub bei der Vorstellung des Pflegereports 2015. 2013 seien bereits drei Viertel der gestorbenen Frauen und 57 Prozent der Männer pflegebedürftig gewesen.

Auch die Dauer der Pflege weitet sich laut Pflegereport der Barmer GEK aus. Von den Männern seien 22 Prozent und von den Frauen sogar 41 Prozent vor ihrem Tod im Jahr 2013 länger als zwei Jahre gepflegt worden.

Pflegende haben oftmals wenig Kenntnis über die ihnen zustehenden Leistungen

Weiter ergab der Report, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen oft zu wenig Bescheid wissen über die ihnen zustehenden Leistungen. So habe fast die Hälfte (45,6 Prozent) der Befragten, die auf eigene Rechnung für ihre zu Hause gepflegten Angehörigen altengerecht umgebaut haben, nicht gewusst, dass es dafür Pflegeversicherungsleistungen gebe.

Seite zwei: Zahl der Pflegebedürftigen steigt stärker als vorausgesagt

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