Anzeige
11. März 2015, 14:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Wie der geringen BU-Abschlussbereitschaft beizukommen ist

Acht von zehn Deutsche (78 Prozent) halten eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) für wichtig, doch nur sechs Prozent der Bundesbürger planen in den nächsten zwölf Monaten den Abschluss einer BU, ergab eine aktuelle YouGov-Studie. Was die Studienmacher den Versicherern jetzt raten.

Studie: Wie der geringen BU-Abschlussbereitschaft beizukommen ist

Oliver Gaedeke, YouGov: ”Der Kopf sagt ja, die rationale Einsicht ist vorhanden, aber das Herz bleibt kalt. Ohne ein emotionales Begreifen, ohne das Erleben einer persönlichen Relevanz eines Berufsunfähigkeitsfalls, bleibt die Handlungsbereitschaft aus.”

Zu den häufigsten Gründen gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zähle immer noch der Preis, teilt das Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov auf Basis einer repräsentativen Befragung unter rund 1.500 Personen mit. Demnach ist eine Police für ein Drittel der Befragten (32 Prozent), die keine Absicherung besitzen, zu teuer.

Marktforscher raten zur Verzahnung von BU-Schutz mit Pflege-Vorsorge

Die Studienmacher raten Versicherern und Vermittlern daher, “die in den letzten Jahren veränderte Beitragspolitik der günstigen Tarife stärker zu kommunizieren”.

Zudem sollte nach Möglichkeit eine Absicherung gegen das Pflegerisiko in die BU-Tarife eingebaut werden. Der Grund: Vier von zehn der Abschlussinteressierten (38 Prozent) wünschen sich demnach “in erster Linie auch eine Absicherung im Pflegefall”, so YouGov.

Doch auch im Bereich der Kontaktpunkte könnten Versicherer gezielt Maßnahmen ergreifen, geben die Marktforscher zu bedenken: “Neben Bekannten und Verwandten (34 Prozent) informiert sich etwa jeder dritte Abschlussinteressierte auch im Internet über Versicherungsvergleichsseiten, Bewertungsportale oder die Homepage einer Versicherungsgesellschaft”, teilt YouGov mit. “Versicherer sollten deshalb an diesen Schnittstellen Präsenz zeigen und die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt schaffen.”

Nur Vernunft ohne “emotionales Begreifen” führt nicht zum Abschluss

Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov, ruft die Branche dazu auf, nicht allein an die Vernunft der potenziellen Kunden zu appellieren. “Der Kopf sagt ja, die rationale Einsicht ist vorhanden, aber das Herz bleibt kalt. Ohne ein emotionales Begreifen, ohne das Erleben einer persönlichen Relevanz eines Berufsunfähigkeitsfalls, bleibt die Handlungsbereitschaft aus”, so Gaedeke.

Hierdurch würden die Leistungen der Versicherung nicht wertgeschätzt und die Preiswahrnehmung steige extrem an, warnt der Versicherungsexperte. (lk)

Foto: YouGov

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Ich empfehle nur die Tarife die auf Fondbasis das Geld ansparen, der Kunde wird in der Regel ohnehin nicht Berufsunfähig und bekommt später das Geld wieder ausgezahlt. Das ist dann auch nicht zu teuer

    Kommentar von Jan Lanc — 12. März 2015 @ 17:29

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...