VKB entfernt Garantiezins-Policen aus „Schaufenster“

Die Bayern-Versicherung will Policen mit gesetzlichem Garantiezins künftig nicht mehr aktiv empfehlen. Ab dem Jahreswechsel gebe es in der dritten Schicht nur noch zwei entsprechende Tarife und diese stünden „nicht mehr prominent im Schaufenster“, sagte ein Sprecher der Muttergesellschaft Versicherungskammer Bayern (VKB).

Zum Ausgleich soll die jährliche Überschussbeteiligung bei den neuen Verträgen höher ausfallen als bei klassischen Policen.

Man halte solche Verträge nicht mehr für empfehlenswert, erklärte der VKB-Sprecher gegenüber der Finanz-Wochenzeitung „Euro am Sonntag“.

Ein rein klassisches Produkt mit Garantiezins werde es auch weiterhin in allen drei Schichten geben, betonte ein Unternehmenssprecher gegenüber Cash.Online und ergänzte, dass „die neue PrivatRente Plus sowie unsere bewährte FlexVorsorge Vario bei der Beratung künftig im Mittelpunkt stehen“ solle. Demnach löse die PrivatRente Plus den bisherigen klassischen Tarif in der aktiven Beratung der privaten Altersvorsorge ab.

VKB folgt Markttrend

Der neue Tarif garantiert zu Rentenbeginn lediglich die eingezahlten Beiträge, im Gegenzug stellt er dem Versicherten eine höhere jährliche Überschussbeteiligung als bei klassischen Policen in Aussicht. Entsprechende Neuverträge erhalten demzufolge in 2015 eine laufende Verzinsung auf den Sparanteil von 3,2 statt 3,0 Prozent.

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Zuvor hatte bereits Marktführer Allianz erklärt, Policen mit Garantiezins nicht mehr aktiv zu verkaufen. Weitere Versicherer, wie Ergo, Generali, HDI und Zurich Deutscher Herold verzichten teilweise oder gar komplett auf klassische Policen. (lk)

Foto: Shutterstock

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