Anzeige
8. Januar 2015, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Private Unfallversicherung: Deutsche offenbaren Wissenslücken

Jeder zweite Deutsche kann nicht beantworten, in welchen Fällen eine private Unfallversicherung leistet, ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Helvetia Versicherungen. Vor allem die Abgrenzung zur gesetzlichen Unfallversicherung fällt vielen Befragten schwer.

Private Unfallversicherung

In Deutschland erleiden jährlich rund acht Millionen Menschen einen Unfall. Die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit, entweder zu Hause oder beim Sport.

Mehr als die Hälfte der Befragten schreibe Arbeitsunfälle (59 Prozent) sowie Wegeunfälle (58 Prozent) richtigerweise der gesetzlichen Unfallversicherung zu, teilt die Helvetia mit.

Das Wissen über die private Unfallversicherung ist in der Bevölkerung weniger gut ausgeprägt. So ist laut der Umfrage jedem zweiten Befragten (49 Prozent) nicht bekannt, wann eine private Unfallpolice einspringt.

Jeder Fünfte glaubt der Staat zahlt nach Unfall im Haushalt

Vielen Menschen sei unklar, wann der gesetzliche Schutz aufhöre und der private notwendig sei, kommentiert Volker Steck, CEO der Helvetia Deutschland, die Studienergebnisse. So denke immerhin noch jeder fünfte Befragte, dass die gesetzliche Unfallversicherung auch bei Unfällen zu Hause zahle. Dies sei “ein verhängnisvoller Irrtum, der böse Folgen haben kann”, warnt Steck.

Bei Erkrankungen gilt: Ohne Unfallbezug keine Leistung

Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung zahlt eine private Unfallversicherung auch bei Unfällen in der Freizeit. Dabei erfolgt eine Leistung nicht nur bei dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen sowie bei Unfällen mit Todesfolge, sondern auch bei Unfällen, die nicht von Dauer sind. Fehlt der Unfallbezug, kommt es beispielsweise zu einer psychischen oder körperlichen Erkrankung, so geht der Versicherte leer aus.

Grad der Invalidität bestimmt Leistungsniveau

Die Leistung einer privaten Unfallversicherung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Vereinbart der Versicherte zum Beispiel eine Invaliditätsleistung, so hat er Anspruch auf eine Einmalleistung, die sich nach dem Grad der Invalidität bemisst. Kann der Versicherte zum Beispiel nicht mehr seinen Daumen benutzen, bekommt er nach der aktuell gültigen Gliedertaxe 20 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme zugesprochen. Bei einem Absicherungsniveau von 200.000 Euro erhält der Versicherte demnach 40.000 Euro.

Bei besonders schweren und dauerhaften Beeinträchtigungen hat der Versicherte Anspruch auf eine lebenslange Unfallrente. Zudem sind diese Formen der Versicherungsleistungen möglich: Todesfallleistung, Tagegeld, Krankenhaustagegeld, Übergangsleistung, Bergungskosten sowie kosmetischen Operationen. (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. […] Bericht Cash. Online vom 08.01.2015 ansehen HIER […]

    Pingback von Private Unfallversicherung: Deutsche offenbaren Wissenslücken - www.derversicherungsvergleicher.net — 13. April 2017 @ 04:04

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...