„Too big to fail“: Regeln für Versicherer werden konkreter

Die Einstufung ist für die Unternehmen entscheidend: Zwar sollen bei der Basis-Kapitalausstattung für alle betroffenen Unternehmen die gleichen Regeln gelten.

Der zusätzlich vorgesehene Krisenpuffer, der sie gegen hohe Verluste wappnen soll, fällt in der zweiten Stufe allerdings um die Hälfte höher aus als bei denjenigen Versicherern, die auf der niedrigsten Stufe der Systemrelevanz stehen. In der dritten Stufe gehen die Anforderungen noch einmal um 50 Prozent nach oben.

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AIG-Szenario soll sich nicht wiederholen

Die AIG in der Finanzkrise 2008 mit Staatsmitteln und Bürgschaften im Wert von 180 Milliarden US-Dollar vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Damit sich solche Szenarien nicht wiederholen, sollen die Institute nun stärker konzernweit beaufsichtigt werden, mehr Kapital für mögliche Verluste vorhalten und Pläne vorlegen wie sie im Fall einer Schieflage gerettet oder geregelt abgewickelt werden können, ohne die Finanzmärkte insgesamt in eine Krise zu stürzen.

Für die Versicherer ist die Einstufung als systemrelevant nicht erstrebenswert. Denn die erhöhten Kapitalanforderungen drücken auf die Eigenkapitalrendite für die Aktionäre. Ob auch Rückversicherer wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück als systemrelevant gelten sollen, ist noch nicht entschieden.

Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard hat immer wieder betont, dass er auch den von ihm geführten weltgrößten Rückversicherer nicht als systemrelevant ansieht.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Bafin

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