Talanx verdient trotz Sturmschäden mehr

Der Hannoveraner Versicherungskonzern Talanx hat den Folgen von Orkan „Niklas“ und hohen Brandschäden im ersten Quartal getrotzt. Vor allem dank des starken Abschneidens der Tochter Hannover Rück stand im ersten Quartal ein Gewinn von 251 Millionen Euro und damit 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor zu Buche.

Im Hinblick auf den geplanten Jahresgewinn von mindestens 700 Millionen Euro in 2015 sieht sich Konzernchef Herbert Haas auf Kurs. Für eine Anhebung der Prognose sei es noch zu früh, gab der Manager zu verstehen.

Die Talanx-Aktie reagierte mit einem Kursanstieg auf die Nachrichten. Am Vormittag legte das Papier um 2,52 Prozent auf 27,44 Euro zu und war damit zuletzt zweitstärkster Wert im MDax. Mit dem Quartalsergebnis hatte der Versicherer die Erwartungen der Experten deutlich übertroffen.

Konzern macht deutlich gestiegene Schadensummen mehr als wett

Dabei machte Talanx wie schon die Hannover Rück die deutlich gestiegenen Schadensummen unter dem Strich mehr als wett. Mit 156 Millionen Euro erreichten die Großschäden fast die vierfache Höhe des besonders schadenarmen Vorjahreszeitraums. Vom dafür vorgesehenen Budget blieb dennoch etwas übrig.

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Die Belastungen durch „Niklas“ bezifferte das Management am Montag auf 60 Millionen Euro. Davon entfielen 42 Millionen auf die Hannover Rück, an der Talanx gut die Hälfte der Anteile hält. Hinzu kamen der Absturz der Germanwings-Maschine Ende März in Frankreich mit 17 Millionen Euro, wovon ebenfalls der Großteil auf die Hannover Rück entfiel. In der Industrieversicherung musste Talanx mit knapp 71 Millionen Euro für mehrere Großbrände geradestehen.

Abschreibungen bei Krisenbank Hypo Alpe Adria gehen zu Lasten der Versicherungsnehmer

Dass der Gewinn insgesamt so hoch ausfiel, verdankte Talanx vor allem der Hannover Rück. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer hatte auch wegen eines Sondererlöses aus einem geplatzten Geschäft im ersten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Zudem warf das heimische Privat- und Firmenkundengeschäft mehr ab. In der Industrieversicherung und der internationalen Privat- und Firmenversicherung verdiente der Konzern hingegen weniger als ein Jahr zuvor.

Seite zwei: Turbulenzen bei Hypo Alpe Adria

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