Versicherer: Schäden durch Explosionsunglück in China noch unklar

Nach dem verheerenden Explosionsunglück im Hafen der nordchinesischen Metropole Tianjin hat die Versicherungsbranche noch keinen genauen Überblick über die Schäden. Europas größter Versicherer Allianz ist zwar von der Katastrophe betroffen, stellt sich aber bisher nur auf eine begrenzte Zahl von Schadenmeldungen ein.

Bei den Explosionen in der vergangenen Woche waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen und giftige Chemikalien freigesetzt worden.

Auch größere finanzielle Forderungen würden derzeit nicht erwartet, erklärte das Unternehmen am Montag in München. „Wir glauben nicht, dass das unser Ergebnis signifikant belasten wird“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Für genaue Einschätzungen sei es aber noch zu früh.

Rückversicherer können Schäden noch nicht abschätzen

Die Schweizer Finanz-Nachrichtenagentur AWP hatte berichtet, dass die Explosionen ersten Schätzungen zufolge einen Schaden in Milliardenhöhe verursacht haben dürften. Dabei berief sich die Agentur auf einen Analysten der Credit Suisse, der Medienberichten zufolge den gesamten versicherten Schaden auf 1 bis 1,5 Milliarden Dollar bezifferte.

Der Rückversicherer Swiss Re und die Zurich Insurance Group erklärten allerdings, für Schätzungen sei es noch zu früh. Ähnlich äußerte sich auch der deutsche Rückversicherer Munich Re. Bei den Explosionen in der vergangenen Woche waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen und giftige Chemikalien freigesetzt worden.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Wikimedia Commons

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