LV-Rating: Zinszusatzreserve kostet ein Prozent Nettorendite

Gleichwohl drückt die Zinszusatzreserve, mit der die Lücke zwischen den zugesagten Garantien und den real am Markt erzielbaren Zinsen geschlossen werden soll, kräftig auf die Zinsertrage: Die erforderlichen Aufwände machten 2014 knapp 23 Prozent der Zinserträge aus, wohingegen sie 2013 noch bei 15 Prozent lagen. „Das ist theoretisch gleichbedeutend mit einer Verminderung der Nettoverzinsung um durchschnittlich ein Prozent durch Aufwände für die Zinszusatzreserve“, sagte Peter Schneider, Geschäftsführer von Morgen & Morgen.

Neue Garantiemodelle als Ausweg

Die Zinszusatzreserve werde auch in den nächsten Jahren an Gewichtung zunehmen und das Lebensversicherungsgeschäft stark beeinflussen, prognostiziert Schneider. Neue Garantiemodelle, wie etwa Indexpolicen, könnten für die Branche „ein Ausweg“ sein.

Das M&M Rating LV-Unternehmen bewertet, wie sich eine Gesellschaft langfristig am Markt behauptet. Es werden Aussagen über Kosten, Sicherheitspolster, Erträge sowie die Marktstellung getroffen. Der M&M Belastungstest bewertet, wie die Solvabilität sowie das Asset-Liability-Management eines Versicherers im Hinblick auf eine mögliche Krise ausgerichtet ist. Alle teilnehmenden 54 Versicherer haben den Test bestanden. (lk)

Foto: Andreas Varnhorn

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