2. November 2016, 11:52
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“Antworten auf die demografische Entwicklung finden”

Cash. sprach mit Eric Bussert, Vertriebsvorstand der Hanse Merkur, über die Verunsicherung der Verbraucher in Sachen Lebensversicherung und Riester-Rente.

Hansemerkur-bussert in Antworten auf die demografische Entwicklung finden

Eric Bussert: “Wir geben im Altersvorsorgegeschäft weniger Gas, betreiben aber dieses Geschäftsfeld darum nicht weniger intensiv, nur weil wir die Neugeschäftsspitzen zurückfahren.”

Cash.: Die Verunsicherung der Verbraucher beim Thema Lebensversicherung ist weiterhin groß. Bei den klassischen Lebensversicherungen beträgt der Garantiezins derzeit 1,25 Prozent und wird nächstes Jahr auf 0,9 Prozent sinken. Wird dieses Segment in Zukunft überhaupt noch eine Rolle spielen?

Bussert: Ja, in jedem Fall, denn die Deutschen lieben Garantien und sichere Anlageformen. Nachfrage danach wird es immer geben. Es stimmt, dass 0,9 Prozent gegenüber früheren Sätzen auf den ersten Blick mager erscheinen. Dazu kommt aber noch die Überschussbeteiligung, und im Vergleich mit dem aktuellen Marktzins sieht das Ganze schon wieder anders aus. In Zeiten niedriger Zinsen und niedriger Inflation kann sich das Ergebnis für den Kunden durchaus sehen lassen, denn früher ging ein nicht unerheblicher Teil der besseren Verzinsung der Kundengelder durch eine höhere Inflationsrate verloren. Kurzum: Der Vorsorgemarkt der Zukunft muss Antworten auf die demografische Entwicklung finden. Dazu zählt grundsätzlich auch die Lebensversicherung. Darüber hinaus muss die Branche auf die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) reagieren und neue Produkte mit alternativen Garantieformen entwickeln.

Sie planen, das Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung deutlich zurückzufahren und generell im Neugeschäft mit Altersvorsorgeprodukten bewusst auf die Bremse zu treten. Was bedeutet diese Ankündigung konkret?

Zunächst einmal möchte ich vor Fehlinterpretationen warnen. Wir geben im Altersvorsorgegeschäft weniger Gas, betreiben aber dieses Geschäftsfeld darum nicht weniger intensiv, nur weil wir die Neugeschäftsspitzen zurückfahren. Richtig ist, dass wir das Einmalbeitragsgeschäft kontrolliert zurückgefahren, nicht aber auf dieses Segment verzichtet haben. Wir halten bei Wahrung einer attraktiven Mischung im Bestand an den Produktbereichen Biometrie, Altersvorsorge und Einmalbeiträge fest und setzen alles daran, den Markt intelligent zu bearbeiten und das Geschäftsfeld für die Zukunft zu revitalisieren.

Seite zwei: Am Riester-Geschäft festhalten

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1 Kommentar

  1. Ursprünglich war die Riesterrente gedacht um eine Lücke von 3-4% zu schliessen.
    jetzt benötigt man schon mindestens 20%.
    Wenn man dies nicht darstellt könnte Falschberatung vorliegen.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 3. November 2016 @ 12:23

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