BU-Versicherung: „Einstiegsschwelle für junge Menschen viel zu hoch“

Der Bund der Versicherten (BdV) hat im Juli eine „dringende Reform“ der privaten BU-Vorsorge gefordert. Basler-Manager Maximilian Beck hält dem entgegen, dass ein früher BU-Abschluss das „A und O“ sei. Zudem erklärt er im zweiten Teil des Interviews mit Cash., wie es um die Transparenz bei der Basler bestellt ist.

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„Die Einstiegsschwelle für junge Menschen ist bei dieser so wichtigen Absicherung bei den allermeisten Produkten viel zu hoch.“

„Häufig verhindern Vorerkrankung, das Berufsbild, das Alter oder ein viel zu hoher Beitrag den Abschluss“ einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), kritisierte der BdV im Juli in einer Mitteilung und forderte zugleich eine „dringende Reform der privaten Vorsorge“. Was entgegnen Sie dem Vorwurf?

Beck: Das A und O in der BU-Beratung ist ein früher Abschluss. Wer bereits als Schüler eine BU bekommt, bleibt auch später, in möglicherweise schwerer versicherbaren Berufen, zum früheren Preis geschützt. Und der Schutz wächst mit jeder Beitragsdynamisierung. Wir reduzieren die Abschlussbarriere für junge Leute unter 35 mit einem preisreduzierten Einsteigertarif mit 40 Prozent Beitragsrabatt in den ersten fünf Vertragsjahren. Wer noch unter 30 ist, dem stellen wir weniger Gesundheitsfragen mit kürzeren Abfragezeiträumen. Denn wir fanden in Marktforschungen heraus, dass potenzielle junge Kunden sich fast von nichts mehr abschrecken lassen, als beim Abschluss einer BU nach vorherigen Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Parkinsonerkrankungen gefragt zu werden. Außerdem freuen sich Berufseinsteiger, wenn sie ihre tatsächliche Berufsbezeichnung in unserem völlig modernisierten Berufskatalog finden. Die Einstiegsschwelle für junge Menschen ist bei dieser so wichtigen Absicherung bei den allermeisten Produkten viel zu hoch. Daran haben wir mit Erfolg gearbeitet.

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Lassen Sie uns auf die Lebensversicherung schauen: Nun ist es abermals der BdV, der die Situation der Lebensversicherer in Sachen Standmitteilungen als „noch dramatischer“ geißelt, als es die Finanzmarktwächter kürzlich getan haben. Die Basler legt nach eigenem Bekunden viel Wert auf Transparenz und Verständlichkeit. Inwieweit ist dies bei den Standmitteilungen gegeben?

Die jährlichen Kontoauszüge werden regelmäßig überarbeitet und verbessert. Aktuell arbeiten wir an der Darstellung für die Fondspolicen. Wir legen viel Wert auf Transparenz und geben uns daher Mühe damit, eine für Vertriebspartner und Kunden gleichermaßen verständliche Wertemitteilung zu versenden.

Seite zwei: „In Pflege und Risikoleben wollen wir – analog zur BU – wachsen“

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