4. Juli 2016, 08:45
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“Die Belange der Versicherten bleiben gewahrt”

Fürchten Sie im Geschäft mit Riester-Beständen die Konkurrenz?

Gerade im Riester-Geschäft gibt es sicherlich auch den einen oder anderen Erstversicherer, der aktiv ist. Allerdings haben die Erstversicherer nicht die Konzentration auf die Bestandsverwaltung und auf die Industrialisierung der Bestandsverwaltung. Der Interessenkonflikt – wo gehen die IT-Ressourcen hin? In neue Projekte beziehungsweise neue Produkte oder in die Effizienzsteigerung im Bestand? Dieser Konflikt ist dort ungelöst. Und angesichts der neuen Klassik-Produkte, die zunehmend auf den Markt kommen, erwarte ich, dass sehr wenig IT-Ressourcen für den Bestand
verbleiben werden.

Welches Investitionsvolumen hinsichtlich der Vertragsbestände peilen Sie für die nächsten Jahren im deutschen Markt an?

Das hängt natürlich von dem ab, was wir sinnvoll kaufen können. Wir werden auch keine Mondpreise bezahlen. 500 Millionen Euro ist das geplante Investitionsvolumen über fünf Jahre.

Was macht den deutschen Lebensversicherungsmarkt für ein chinesisches Unternehmen so interessant?

Zunächst ist Fosun ja weltweit investiert und hat auch den europäischen und den deutschen Versicherungsmarkt gründlich analysiert. Versicherungen sind ja seit jeher ein strategisches Investment von Fosun, etwa ein Drittel des Investitionsvolumens liegt im Versicherungsbereich. Man registriert dort natürlich die Marktkonsolidierung in Deutschland und fährt hier einen industriellen Ansatz, um aus der Zusammenführung
mehrere Portfolios Gewinn zu erzielen. Dabei ist zu betonen, dass Fuson einen langfristigen Investitionshorizont hat und das halten wir auch für sehr wichtig.

Auf welchen Zeitraum ist der Investitionshorizont angelegt?

Der Investitionshorizont beträgt zwanzig Jahre, so lange ist der Fonds aufgelegt. Das halten wir für ein ganz wichtiges Merkmal für Run-off im Lebensversicherungsbereich. Denn die Verträge laufen ja teilweise fünfzig Jahre und länger. Wir haben kürzlich in ein Portfolio – allerdings nicht das der Basler – hineingeschaut: Da läuft der längste Vertrag bis 2099. Auch so einen Vertrag würden wir bis zum Ende fortführen. Das ist Pflicht und muss sichergestellt sein.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Regine Christiansen

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