Anzeige
25. August 2016, 13:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Erwerbsunfähigkeit: Die besten EU-Tarife

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gilt als der wichtigste Schutz, wenn es um die Absicherung einer Invalidität geht. Gleichwohl lohnt es sich, einen Blick auf die oftmals noch ungeliebte Schwester der BU zu werfen – die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU).

Erwerbsunfähigkeit: Die besten EU-Tarife

Hartwig Haas, Leiter Vertrieb/Marketing der Dialog Lebensversicherung

Aus Sicht von Versicherungsmakler Philip Wenzel ist die Absicherung des Einkommens für jeden wichtig, der mit seiner Arbeitskraft seinen Lebensunterhalt bestreitet. “Das dürften die meisten sein, also ist die BU für die meisten der wichtigste Schutz.” Zugleich warnt der Makler davor, die BU gewissermaßen als das “Alleinseligmachende” zu betrachten.

So sollte Wenzel zufolge “nicht vergessen werden, dass die BU kein 100-prozentiger Schutz ist”. Demnach bleibe das Risiko, “den erforderlichen BU-Grad von 50 Prozent nicht zu erreichen und dennoch kein Einkommen mehr erzielen zu können”. Vor diesem Hintergrund plädiert er dafür, dass die Vermittler “die Angst vor Ausweichprodukten, wie der Erwerbsunfähigkeits (EU)- oder Grundfähigkeitsversicherung verlieren”. Diese seien im Schutzumfang “je nach Kunde mal mehr mal weniger eingeschränkt im Verhältnis zur BU”. Allerdings, betont Wenzel, seien diese Versicherungen immer noch besser als überhaupt keine BU.

“Besser als gar nichts”

Zu einem ganz ähnlich lautenden Fazit kommt die Verbraucherzeitschrift “Öko-Test” in ihrer Juli-Ausgabe, in der die Tarifbedingungen von Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Schwere-Krankheiten- und Multi-Risk-Versicherungen analysiert wurden: “Besser als gar nichts”, urteilen die Redakteure über die Policen – und schicken den BU-Alternativen noch ein großes “Aber” hinterher: Demnach zahlten EU-Policen sowie neuartige Alternativpolicen erst dann, wenn man, so die Tester wörtlich, “den Kopf unter dem Arm trägt”.

Laut “Öko-Test” wurden die entsprechenden Tarife der EU-, Grundfähigkeits-, Schwere-Krankheiten-, Multi-Risk-Versicherung für einen 30-jährigen angestellten Tischler mit handwerklicher Ausbildung ermittelt.

Seite zwei: Welche EU-Tarife im Test überzeugt haben

Weiter lesen: 1 2 3

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Erwähnung in diesem Beitrag. Um meinem Zitat bezüglich der Auto-Metapher jedoch den ursprünglichen Sinn wiederzugeben, möchte ich dies hier nochmals vollständig wiederholen:

    „Nicht jeder BU-Tarif entspricht im Leistungsumfang wirklich der S-Klasse. Es gibt auch Berufsunfähigkeitsversicherungen, die nur der Mittel- oder Kleinwagenklasse entsprechen. Aber wir können den Handwerkern und körperlich Tätigen auf ihren Weg durchs Berufsleben kein Fahrrad zum Preis eines Kleinwagens anbieten. Dann spart sich der Verbraucher das Geld – und läuft!“

    Und mit dem Fahrrad meinte ich EU-Versicherungen ohne Beitragsbefreiung bei BU und die sonstigen so genannten Alternativen!

    Kommentar von Gerd Kemnitz — 26. August 2016 @ 10:58

  2. Sehr richtig Herr Fischer! Daher ist die Fortbildung auch so wichtig, besser noch die eigene Erfahrung, da man die Fälle auch regulierte. Ich bin gerade dabei, viele Softwaren in Bezug auf reale Vertragspartner zu analysieren. Schrecklich! Gänzlich unterschiedlicher Tarifbestimmung werden gleichgemacht, wenn man die Benchmark der Bewertung entsprechend senkt.. Viele Vermittler tragen einen Bauchladen und verlassen sich deshalb auf diese Softwaren. Die Zeche zahlt der Kunde. Ich habe mich sehr über ihr Feedback gefreut und wünsche Ihnen eine gute Zeit

    Kommentar von Frank Dietrifch — 26. August 2016 @ 09:20

  3. Mh, also ich komm aus einer Familie von Autoschraubern, aber deshalb traue ich mir nicht zu, moderne PKW zu reparieren; Aber im Ernst: Jeder Vermittler ist gehalten, das aus seiner persönlichen Sicht (weil Haftung) passende und beste Produkt anzubieten, gell ? Und dann aber eben auch im Leistungsfall sehr enge Begleitung zu gewährleisten. Und dabei kommt es IMMER auf die schriftlichen Diagnosen der untersuchenden/behandelnden Ärtze an.

    Kommentar von Nils Fischer — 26. August 2016 @ 09:10

  4. Es gibt auch Anbieter, die am Markt empfohlen werden, als besonders gut gewertet werden, Zwei Tarife anbieten, die komplett unterschiedlich inhaltlich formuliert sind. Der Versicherer positioniert sich somit an zwei unterschiedlichen Stellen und wird trotz der Gegenseitigkeit als gut bewertet. So ein Blödsinn, wird immer wieder neu verzapft. Ich habe nun genügend Leistungen reguliert, die Inhalte in Bezug auf Streitigkeiten bewerten zu können. Bei der Versicherung gegen schwere Krankheiten stellt sich die Frage, welcher Vermittler die Diagnosen ihrer Tragweite einschätzen kann. Mir fällt es relativ leicht, denn ich komm aus einer Arztfamilie und beschäftige mich seit vielen Jahren mit entsprechenden Befunden und deren Auswertung. Wer sich versichert, kauft einen Vertrag und sollte diesen auch verstanden haben

    Kommentar von Frank Dietrich — 26. August 2016 @ 07:57

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

DISQ testet Rechtsschutztarife: So lässt sich sparen

Rechtschutzversicherungen folgen meist einem Baukastenprinzip. Häufig nachgefragt sind Kombiprodukte aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz. Einige bieten umfassenden Schutz. Andere – vermeintlich günstige Tarife – enttäuschen. Ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität unter zwölf Versicherern zeigt, dass sich viel Geld sparen lässt – bei gleichen oder besseren Leistungen.

mehr ...

Immobilien

Mietpreise: Dynamik ist gestoppt

Bislang gab es bei den Mietpreisen im Bereich Wohnimmobilien oft kein Halten. Nach Erhebung jüngster Zahlen für das 4. Quartal 2018 durch das Researchinstitut Empirica ändert sich nunmehr zumindest die Tendenz. Ob daraus ein Trend wird, bleibt abzuwarten. 

mehr ...

Investmentfonds

Japan: Wachstum löst Deflation ab

Seit Jahrzehnten ist Japan “der schwache Mann Asiens”. Während das Bruttoinlandsprodukt in China, Indien und Vietnam jährlich um  über sechs oder sieben wächst, sind es in Japan weniger als zwei Prozent. Warum sich das jetzt ändern könnte:

mehr ...

Berater

Société Générale: Kapitalmarktgeschäft bricht ein

Schlechtes Omen für die Berichtssaison europäischer Großbanken: Das Kapitalmarktgeschäft der Société Générale (SocGen) lief so schlecht, dass die französische Großbank ihre Investoren überraschend darüber informieren musste.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia Grundinvest will Publikumsgeschäft weiter ausbauen

Der Asset Manager Patrizia Grundinvest, Tochtergesellschaft der Patrizia Immobilien AG, hat 2018 rund 110 Millionen Euro Eigenkapital bei Privatanlegern platziert und will weiter wachsen. Dafür ist 2019 unter anderem eine neue Produktkategorie geplant.

mehr ...

Recht

Riester-Urteil: Förderung trotz Sonderurlaub?

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil klarstellt, steht und fällt die staatliche Förderung der Riesterrente mit Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung – entweder den eigenen oder denen des Ehepartners.

mehr ...